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Wichtige neue Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz

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Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz

Arbeitsunfälle ereignen sich täglich. Aufgrund dessen ergibt sich ein Handlungsbedarf aller Beteiligten bezüglich des Arbeitsschutzes. Der Gesetzgeber hat deshalb das Arbeitsschutzgesetz erlassen. Dazu hat er ergänzend Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz erweitert.

Diese legen die Grundsätze zur Umsetzung des Sicherheits- und Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit fest. Oberstes Ziel ist die Prävention von Arbeitsunfällen und Verletzungen.

Was ist Arbeitsschutz?

Jeder Arbeitgeber ist für den Schutz seiner Beschäftigten während der Ausübung ihrer Tätigkeiten verantwortlich. Durch das Arbeitsschutzgesetz regelt der Gesetzgeber die Durchführung von Maßnahmen des Arbeitsschutzes. Dadurch ist eine Verbesserung der Sicherheit und des Gesundheitsschutzes der Beschäftigten bei der Arbeit sichergestellt. Darüber hinaus regeln weitere Verordnungen und Vorschriften die Belange des Arbeitsschutzes.

Sichere und menschengerechte Arbeitsbedingungen bilden die Grundlage der täglichen Arbeit. Dies schafft und erhält ein intaktes Beschäftigungsfeld. Die gesetzlichen Rechte und Pflichten durch entsprechende Rahmenbedingungen gibt der Gesetzgeber vor.

Das Arbeitsschutzgesetz ist das wichtigste Gesetz dafür. Es liefert die Basis zur Gestaltung des Arbeitsschutzes innerhalb eines Unternehmens. Die Einhaltung und Umsetzung des Gesetzes sind fundamentale Pflichten des Arbeitgebers.

Durch das Arbeitsschutzgesetz ist der Arbeitgeber zur Beurteilung jedes Arbeitsplatzes und der Tätigkeiten seiner Beschäftigten verpflichtet. Daraus hervorgehend beurteilt er die vorhandenen Gefahren und gesundheitsbeeinträchtigenden Bedingungen.

Resultierend aus den Gefährdungen legt der Arbeitgeber konkrete Schutzmaßnahmen fest. Diese anzuwenden obliegt den Beschäftigten. Mittels anschaulicher Unterweisungen und gemeinverständlicher Betriebsanweisungen erreicht das der Unternehmer.

Wichtige Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz

Neben dem Arbeitsschutzgesetz hat der Gesetzgeber weitere Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz erlassen. Jene enthalten Regeln, Vorgaben und Pflichten für den Arbeitgeber und Unternehmer. Diese Regelungen präzisieren das Arbeitsschutzgesetz und vervollständigen es in spezifischen Bereichen.

Grundsätzlich dienen sie zudem zur Prävention und sollen Gefährdungen im Arbeitsbereich ausschließen oder vermindern. Sie legen weiterführend Methoden der konkreten Handhabung fest.

Folgende Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz zählen neben dem Arbeitsschutzgesetz und dem Arbeitssicherheitsgesetz zu den wichtigsten Regelwerken:

  • Arbeitsstättenverordnung
  • Betriebssicherheitsverordnung
  • Gefahrstoffverordnung
  • PSA Benutzungsverordnung
  • Bildschirmarbeitsplatzverordnung
  • Baustellenverordnung
  • Mutterschutzgesetz
  • Unfallverhütungsvorschriften (DGUV-Vorschriften)

Die einzelnen Verordnungen versetzen den Arbeitgeber in die Lage, Gefährdungen in Arbeitsprozessen einzuschätzen und zu bewerten. Daraus lassen sich Gegenmaßnahmen ableiten, die als Gesundheits- und Sicherheitsmaßnahmen umzusetzen sind.

Die dafür eingesetzten Mittel und Techniken sind aus den Verordnungen und Vorschriften ersichtlich. Diese unterliegen außerdem der Veränderung in Anlehnung an aktuelle Gesetzesvorgaben.

Arbeitsstättenverordnung und Betriebssicherheitsverordnung

Die Arbeitsstättenverordnung gibt Rahmenbedingungen für die Art und Weise der Einrichtung und des Betreibens von Arbeitsstätten vor. So hat der Arbeitgeber oder Unternehmer bei Errichtung einer Arbeitsstätte Maßnahmen hinsichtlich Hygiene, Arbeitsmedizin, Ergonomie und Stand der Technik zu beachten.

Gleichzeitig regelt die Verordnung über Arbeitsstätten die umzusetzenden Maßnahmen in Bezug auf den Einbau von Sicherheitseinrichtungen und von bauordnungsrechtlichen Belangen.

In der Betriebssicherheitsverordnung regelt der Gesetzgeber die Anforderungen an die Arbeitssicherheit bei der Verwendung von Arbeitsmitteln.

Ebenso sind Inhalt dieser Verordnung Maßnahmen zum Betrieb überwachungspflichtiger Anlagen. Es handelt sich dabei um Schutzmaßnahmen für die Beschäftigten im Umgang mit den Arbeitsmitteln und Anlagen.

Die Arbeitsabläufe sollen nach dieser Verordnung zudem sicherheitsgerecht gestaltet werden. Es sind darin eindeutige Qualitäten und nachvollziehbare Prozesse zur Umsetzung des Arbeitsschutzes erkennbar.

Sowohl aus der Verordnung über Arbeitsstätten als auch aus der Betriebssicherheitsverordnung ergibt sich die Erfordernis für das Erstellen von Gefährdungsbeurteilungen. Diese dienen zur zielgerichteten Analyse und Bewertung von Arbeitsplätzen und relevanter Tätigkeiten.

Zu berücksichtigen sind technische, organisatorische und persönliche Aspekte und deren Zusammenwirken zueinander. Dadurch wird der sichere Handlungsablauf betrieblicher Prozesse gewährleistet.

Gefährdungsbeurteilung

Die Gefährdungsbeurteilung dient einer gezielten Prävention zur Verhütung von Arbeitsunfällen und berufs- sowie tätigkeitsbedingten Gesundheitsverfahren. Sie ist behilflich bei der sicherheitstechnischen Auswahl von Arbeitsverfahren, Tätigkeiten, Arbeitsmitteln und Arbeitsstoffen.

Die Gefährdungsbeurteilung beseitigt Defizite in der Organisation, hinsichtlich eines Fehlverhaltens und technischer Ausfälle. Als Resultat hiervon erkennen die Beschäftigten all jene Gefahren an ihren Arbeitsplätzen, welche ihnen sonst nicht aufgefallen wären.

Die bewusste Wahrnehmung der Gefahren führt zur Festlegung konkreter Verhaltensregeln für die Umsetzung der Schutzmaßnahmen.

Der Beschäftigte wendet diese in seinem Arbeitsprozess stetig an und erlangt infolgedessen die gewünschte Sicherheit und Gesundheit am Arbeitsplatz. Risiken sind abschätzbar und verringert. Die körperliche und psychische Gesunderhaltung für die Mitarbeiter bildet dabei das Leitziel.

Gefährdungsbeurteilungen tragen so zur Vermeidung und Reduzierung von Ausfallzeiten und berufsbedingten Erkrankungen bei. Störungen im Arbeitsablauf lassen sich vermeiden. Neben Gefahren aus den einzusetzenden Arbeitsmitteln und Verfahren berücksichtigt die richtige Umsetzung ebenso Belastungen aus der Umwelt – genannt sei hier nur das Lärmproblem.

Demzufolge ergeben sich weitere Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz, welche zu beachten sind.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz

Weitere für den Arbeitsschutz relevante Regelwerke sind die Unfallverhütungsvorschriften. Dabei handelt es sich um verbindliche autonome Rechtsnormen.

  • Der Erlass dieser Vorschriften erfolgt von den Unfallversicherungsträgern.
  • Die Einhaltung der Vorschriften wird von Aufsichtsdiensten der Unfallversicherungsträger überprüft.
  • Die Vorschriften zum Arbeitsschutz richten sich vorrangig an Unternehmer und Arbeitgeber. Sie dienen der Hilfestellung bei der Umsetzung der Arbeitsschutzregelungen.

So ergeben sich aus den Unfallverhütungsvorschriften für einen Arbeitgeber und Unternehmer einzuhaltende Pflichten. Eine Pflicht besteht unter anderem darin, seine Mitarbeiter arbeitsmedizinisch betreuen zu lassen.

Die geltenden Bestimmungen dafür regeln die entsprechenden Unfallverhütungsvorschriften. Dementsprechend ist die Gefährdungsbeurteilung wertbestimmend bei der Umsetzung dieser Vorschriften und Regelungen in einem Unternehmen.

Arbeitsschutzmanagement

Um die Umsetzung der gesetzlichen Vorgaben zu erreichen, bauen immer mehr Unternehmen ein Arbeitsschutzmanagementsystem in ihrer betrieblichen Struktur auf. Die Pflichten zur Einhaltung und Durchführung der festgelegten Regelungen bestehen für den Auftragnehmer grundsätzlich.

Dass derartige Systeme nachhaltig wirksam sind, ist aufgrund bisheriger Erfahrungen erwiesen. Ein Arbeitsschutzmanagementsystem in richtiger Anwendung dient außerdem zum Wohle der Beschäftigten. Des Weiteren trägt es zum wirtschaftlichen Erfolg bei.

Ein Arbeitsschutzmanagementsystem zielt in erster Linie auf die Einhaltung der Arbeitsschutzvorschriften ab. Ferner stellt es die spezifischen Arbeitsprozesse eines Unternehmens heraus.

Dabei integriert sind alle Elemente des Arbeitsmanagementsystems und deren logischen Hergänge. Das System bietet somit den Zusammenschluss aller Unternehmensabläufe und kann deren Sicherheit und Gesundheitsschutz gewährleisten. Dies führt weitergehend zur Stabilität der Unternehmensstruktur und Verbesserung der Wirtschaftlichkeit.

Das Leitziel zur Prävention und stetigen Verbesserung des Arbeitsschutzes wird vom Auftraggeber an die Beschäftigten vermittelt. Ein funktionierendes Arbeitsschutzmanagementsystem implementiert alle wichtigen Verordnungen und Vorschriften im Arbeitsschutz. Dafür stellt die Unternehmensleitung beziehungsweise der Auftraggeber die erforderlichen Ressourcen zur Verfügung.

Die Zuständigkeiten zur Umsetzung und Einhaltung sind außerdem ebenfalls vom Auftraggeber festzulegen. Der Einsatz dieses Systems setzt zielführend die Forderungen an den Arbeitsschutz eines Unternehmens um.


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