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Welche Inhalte hat eine Unterweisung gemäß GefStoffV?

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Unterweisung gemäß GefStoffV

Die Unterweisung nach § 14 Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) trägt neben der Unterweisung nach § 12 maßgeblich zum Gesundheits- und Arbeitsschutz innerhalb Ihrer Firma bei. Bei der Unterweisung nach § 12 wird der Mitarbeiter informiert, welche Regeln bezüglich der angemessenen Schutzmaßnahmen im Umgang mit Gefahrstoffen in Ihrem Unternehmen gelten. Gleichzeitig ist die Unterweisung gemäß GefStoffV als Betriebsanweisung zu sehen, die vorgibt, wie sich Mitarbeiter beim Umgang mit Gefahrstoffen zu verhalten haben.

Unterweisung gemäß GefStoffV: Das sollten Sie als Arbeitgeber bedenken

  • Die mündliche Unterweisung nach § 14 GefStoffV hat in einer verständlichen Art und Weise zu erfolgen.
  • Die Zeitpunkte, wann eine Unterweisung gem. GefStoffV zu erfolgen hat, sind seitens des Gesetzgebers immer fest vorgegeben. Sie hat dann zu erfolgen, wenn ein neuer Mitarbeiter seine Tätigkeit aufnimmt. Danach muss die Unterweisung nach § 14 jährlich wiederholt werden.
  • Als Beleg, dass der Unternehmer seiner Unterweisungspflicht nachgekommen ist, müssen Inhalt, Thema und Zeitpunkt der Unterweisung schriftlich festgehalten werden. Auf der Unterweisung muss der Name des Unterweisers stehen. Lassen Sie sich die durchgeführte Unterweisung vom Unterwiesenen schriftlich bestätigen. Die Dokumente sind mindestens 2 Jahre aufzubewahren.

Inhalt der Unterweisung nach § 14 GefStoffV

Der Arbeitgeber muss sicherstellen, dass seinen Mitarbeitern alle Inhalte der Unterweisung nach § 14 GefStoffV als schriftliche Betriebsanweisung gemäß Abs. 2 in verständlicher Schrift und Sprache zur Verfügung stehen. Die Betriebsanweisung hat folgende Informationen zu enthalten:

  • Alle Gefahrstoffe, mit denen der Arbeitnehmer während seiner Tätigkeit in Kontakt kommt, einschließlich deren genauer Bezeichnung, Kennzeichnung und deren Gefährdungsgrads.
  • Alle Umgangsregeln und Vorsichtsmaßnahmen, die der Arbeitnehmer einhalten muss, um sich und alle anderen nicht zu gefährden. Dazu gehören z. B. Hygienevorschriften, das Tragen bzw. Benutzen von Schutzkleidung und Schutzausrüstung usw.
  • Alle Maßnahmen, die von Rettungsmannschaften und/oder Beschäftigten im Fall eines Notfalls oder Unfalls zu ergreifen sind.

Wichtig: Eine Unterweisung nach § 14 GefStoffV hat immer direkt zu erfolgen. Gleichzeitig sollten alle Informationen für jeden Mitarbeiter zentral abrufbar sein! Wirklich jeder Mitarbeiter muss an der Unterweisung nach § 14 teilgenommen haben.


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