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Privacy Engineering – Methoden für Datenschutz durch Technik

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Privacy Engineering

Es gibt verschiedene Methoden, um den Datenschutz eines Unternehmens zu optimieren und die Privatsphäre der Kunden zu schützen. Privacy Engineering ermöglicht es, durch technische Strategien Datensicherheit und Privatsphäre zu erreichen. Dieser Artikel stellt Ihnen das Konzept des Privacy Engineerings vor und zeigt Ihnen, wie Sie es zu einem Wettbewerbsvorteil für Ihr Unternehmen machen.

IT und HR

Privacy Engineering umfasst eine Vielzahl von Methoden und Strategien zur Verbesserung des Datenschutzes in Unternehmen. Es handelt sich um eine Strategie zur Entwicklung eines Gesamtkonzepts zur Verbesserung der Privatsphäre von Nutzern. Hierbei ist der Anspruch des Pivacy Engineerings umfassend. Es lässt sich auf Soft- und Hardware gleichermaßen anwenden und spielt bei der IT, der HR und anderen Unternehmensbereichen eine entscheidende Rolle. Entsprechend umfassend sind die Aufgaben eines Privacy Engineers. Jede Maßnahme, die den Datenschutz in einem Unternehmen betrifft und verbessert, fällt nämlich grundsätzlich unter das Privacy Engineering.

Führungskräfte und Unternehmensleitung sollten sich frühzeitig mit dem Privacy Engieering beschäftigen. Es hilft bei der Entwicklung eines ganzheitlichen Datenschutzkonzepts und spielt daher von Anfang an eine wichtige Rolle. Mit dem Privacy by design bestimmen Sie die grundlegende Art und Weise, mit der Sie den Datenschutz in der Technik implementieren wollen. Das Privacy Engineering bietet Ihnen dann eine Vielzahl an Tools und Methoden, wie Sie dieses Ziel erreichen.

Diese Techniken kommen beim Privacy Engineering zum Einsatz

Beim Privacy Engineering stehen Ihnen ganz unterschiedliche Methoden und Techniken zur Auswahl. Unter anderem können Sie eine Risikobewertung durchführen. Anhand dieser erkennen Sie, ob die personenbezogenen Daten in Ihrem Unternehmen bestimmten Risiken ausgesetzt sind. Wenn Sie das wissen, können Sie entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen. Ebenfalls hilfreich sind Datenflussdiagramme. Diese zeigen Ihnen, wo überall in Ihrem unternehmen Daten ausgetauscht werden. Überall dort können personenbezogene Daten verloren gehen oder gestohlen werden. Es empfiehlt sich also, ein individuelles Datenschutzkonzept für diese Bereiche zu entwickeln.

Ein weiteres wichtiges Betätigungsfeld beim Privacy Engineerig ist das Anforderungsmanagement. Dieses bestimmt und definiert die Anforderungen, die für einen optimalen Datenschutz gegeben sein müssen. Des Weiteren haben Sie eine Vielzahl an Tools und Techniken zur Verfügung, die sich positiv auf den Datenschutz auswirken. So können Sie mit Ontologien und Semantik etwa den Austausch von Inhalten innerhalb Ihres Systems steuern und optimieren. Hierdurch finden Sie ebenfalls heraus, ob es Sicherheitslücken gibt, die es zu schließen gilt.

Unterschiedliche Formen von Privatsphäre

Es gibt ganz unterschiedliche Formen von Privatsphäre. Im Rahmen des Privacy Engineerings sollten diese berücksichtigt werden. Nur so lässt sich ein größtmöglicher Datenschutz erzielen. Zum einen kann Privatsphäre als philosophischer Begriff verstanden werden. Es gibt den schönen Satz: „Meine Freiheit endet dort, wo die Freiheit des anderen beginnt“. Dieser Ausspruch verdeutlicht anschaulich das Wesen und die Grenzen der Privatsphäre. Dieses Verständnis von Privatheit sollte als übergeordnetes Prinzip beim Privacy Engineering mitschwingen.

Des Weiteren spielt Privatsphäre als ökonomischer Aspekt eine wichtige Rolle. Hier geht es vor allem um die Privatsphäre gegenüber Unternehmen und Händlern. Natürlich ist es für das Onlineshopping zwingend notwendig, personenbezogene Daten anzugeben. Hierzu gehören zum Beispiel der Name und die Adresse. Nutzer haben aber das Recht, dass so wenig Daten wie möglich erhoben und bestmöglich geschützt werden. Die Tools und Strategien hierfür liefert das Privacy Engineering.

Ebenfalls im Rahmen des Privacy Engineerings interessant ist die Privatsphäre als soziologischer Aspekt. So gelten zum Beispiel auch in den sozialen Netzwerken bestimmte Richtlinien der Privatsphäre. Und da immer mehr Unternehmen die sozialen Netzwerke als Vertriebskanal nutzen, sollte auch hier auf einen bestmöglichen Datenschutz geachtet werden. Hierfür sind allerdings andere Strategien und Techniken notwendig als zum Beispiel bei der Kommunikation. Dennoch ist das Privacy Engineering die geeignete Strategie hierfür.

Einsatzbereiche des Privacy Engineerings

Beim Privacy Egineering handelt es sich nicht um eine Methode, sondern um ein Konzept. Deswegen ist dieses Prinzip nicht auf einen Unternehmensbereich beschränkt, sondern universell einsetzbar. So realisieren Sie technische Aspekte beispielsweise im Zusammenspiel mit der IT. Ontologien spielen hingegen bei der Unternehmenskommunikation eine große Rolle. Zudem ist das Privacy Engineering eine gute Ergänzung zum Privacy by design. Sie erhalten Methoden und Werkzeuge an die Hand, mit denen sie den Datenschutz zum Teil des Technikkonzepts Ihres Unternehmens werden lassen.

Ganz grundsätzlich lässt sich sagen: Privacy Engineering ist überall dort sinnvoll, wo Daten geschützt werden müssen. Das Privacy Engineering hilft bei der Entwicklung von Systemen für einen sachgerechten Umgang mit personenbezogenen Daten. Die entwickelten Systeme können teilweise sehr unterschiedlich sein. Vermutlich sind keine zwei Systeme von verschiedenen Unternehmen identisch. Mehr noch: Vermutlich nutzen sogar verschiedene Bereiche desselben Unternehmens unterschiedliche Systeme. Das Privacy Engineering ermöglicht nämlich ein ganzheitliches Konzept auf Grundlage individueller Lösungen.

So setzen Sie Privacy Engineering in Ihrem Unternehmen ein

Damit Sie von den Vorteilen vom Privacy Engineering profitieren, müssen sich Ihre Mitarbeiter damit auskennen. Schließlich sind sie diejenigen, die mit den verschiedenen Methoden und Techniken im Arbeitsalltag zurechtkommen müssen. Bieten Sie daher regelmäßig Schulungen und Workshops zum Thema Privacy Engineering an. Externe Anbieter vermitteln einen guten Eindruck von der Thematik und bringen Input von außen. Unternehmenseigene Workshops ermöglichen es Ihnen hingegen, Ihren Mitarbeitern Ihr ganz eigenes Verständnis von Privacy Engineering zu vermitteln. Denn letztlich gilt es, die gefundenen Lösungen auf Ihr spezielles Unternehmen und dessen Anforderungen anzupassen.

Bedenken Sie hierbei, dass es sich beim Privacy Engineering um eine sehr junge Methode handelt. Sie wandelt und entwickelt sich also noch sehr stark. Gerade deswegen ist es wichtig, sich immer auf dem Laufenden zu halten und die eigenen Strategien immer wieder auf Aktualität hin zu prüfen. Zudem sollte Ihr eigenes Privacy-Engineering-Konzept zwar rund und abgeschlossen, aber dennoch offen sein. So haben Sie die Möglichkeit, neue Methoden und Ideen in Ihr bestehendes Konzept zu integrieren. Das ist praktischer, als das komplette Privacy Engineering Ihres Betriebs bei jeder neuen Entwicklung ganz von vorn aufzubauen.


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