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Präsentationstechniken und -methoden, die Sie kennen müssen

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Präsentationstechniken

Es gibt eine Vielzahl an Präsentationstechniken, mit denen Sie Ihre Aussagen übermitteln und unterstreichen können. Wichtig ist, dass das Publikum gut unterhalten wird und die vermittelten Inhalte weitestgehend behält. Dieser Ratgeber stellt Ihnen unterschiedliche Präsentationstechniken und -methoden vor und erklärt, wie Sie diese anwenden.

Mehr als nur Talent

Das Schöne an Präsentationstechniken und -methoden ist, dass sie erlernbar sind. Talent und Charme machen nämlich nur einen geringen Teil einer Präsentation aus. Beim Hauptteil geht es um richtige Techniken und eine gute Vorbereitung. Präsentationen sind ein Handwerk, das Fach- und Methodenwissen miteinander kombiniert. Wenn Sie wissen, was und wie Sie präsentieren wollen, ist das schon einmal ein großer Schritt. Denn eine klare Zielsetzung und die Auswahl der Präsentationsmethoden entscheiden maßgeblich über den Präsentationserfolg.

Bedenken Sie immer eines: Ihre Präsentation ist für das Publikum da. Es geht nicht darum, dass Sie sich selbst darstellen können. Vielmehr soll Ihre Zuhörerschaft etwas aus Ihrem Vortrag mitnehmen und anwenden. Das gelingt am besten durch Begeisterung und Motivation. Es geht darum, Ihr Publikum für Ihr Thema zu gewinnen und zu fesseln. Das gelingt am besten mit Abwechslung. Kaum etwas ist langweiliger als unausgegorene Präsentationen, die mit Fakten überlastet sind. Je vielfältiger Ihre Methoden und Beispiele sind, desto besser kommen sie beim Publikum an.

Ein genaues Präsentationskonzept ist daher wichtig. Inhalte sollten so gewählt werden, dass sie dem großen Ganzen dienen. Ein noch so unterhaltsames Beispiel bringt nichts, wenn es vom Kern der Präsentation ablenkt. Ebenso sind Veranschaulichungen und Bilder kein Selbstzweck. Sie müssen die Aussage Ihrer Präsentation unterstreichen und Ihrem Publikum einen Sachverhalt begreiflich machen. Allerdings haben Präsentationen immer etwas mit Verkaufen zu tun. Sie wollen Ihren Zuhörern einen Inhalt schmackhaft machen. Das funktioniert nicht über reine Fakten und Zahlen. Die Verpackung und das Drumherum entscheiden ebenfalls darüber, wie Ihre Präsentation wahrgenommen wird.

Rhetorische Tricks für die nächste Präsentation

Reden, Vorträge aber auch Präsentationen leben von einer eingängigen Rhetorik. Die Wiederholung des Satzes „Ich habe einen Traum“ hat Martin Luther Kings Rede unsterblich gemacht. Das muss nicht der Anspruch Ihrer Präsentation sein. Aber dennoch können Sie durch einige rhetorische Stilmittel viel bei Ihren Zuhörern auslösen. Wir stellen Ihnen einige der gebräuchlichsten vor:

Überraschender Einstieg

Der Einstieg ist eine der wichtigsten Komponenten einer Präsentation. Hier sollten Sie Ihr Publikum bereits abholen und in den Bann schlagen. Das schaffen Sie am besten mit einer Überraschung. Stellen Sie eine Frage, die Ihre Zuhörer zum Nachdenken anregt. Sie können auch mit einer Provokation einsteigen, die Ihre Zuhörer vor den Kopf schlägt. Wichtig ist, dass diese aufhorchen und aus ihrer Lethargie geweckt werden. Sie wollen eine Erklärung für Ihre Dreistigkeit oder eine Antwort auf Ihre Frage. Je ungewöhnlicher und kreativer ein Einstieg ist, desto besser für Ihre Präsentation.

Vergleiche herstellen

Arbeiten Sie mit Bildern, Metaphern und Vergleichen. Diese helfen dabei, Ihre Aussagen eingängig zu machen: „Teams sind wie Bienenstöcke: Jeder hat seine Aufgabe, alle arbeiten zusammen und am Ende entsteht pures Gold.“ Vermeiden Sie abgedroschene Allerweltsmetaphern. Diese lösen beim Publikum nichts aus, sondern langweilen es eher. Wichtig ist, dass die Bilder eingängig sind und sofort verstanden werden. Trotzdem soll das Publikum zum Nachdenken angeregt werden, weil es den entsprechenden Vergleich noch nie gehört hat. Wenn das gelingt, ist das direkt ein Erfolgserlebnis für Ihr Publikum. Es gibt kaum eine bessere Art, jemanden zu motivieren.

Anekdoten

Lockern Sie Ihre Präsentation bei einer der Präsentationstechniken immer wieder mit Anekdoten auf. Kleine Geschichten sind eine gute Abwechslung von trockenen Fakten und Graphiken. Außerdem bauen Sie so eine Beziehung zu Ihrem Publikum auf und ziehen es auf Ihre Seite. Wichtig ist, dass die Geschichte zum Thema passt und unterhaltsam ist. Sie müssen verhindern, dass Sie sich in etwas verrennen und den roten Faden verlieren. Planen Sie die Anekdote daher bereits bei der Vorbereitung Ihrer Präsentation ein. Spontaneität ist gut, birgt aber große Risiken.

Die Sprache ist Ihr Werkzeug bei jeder Präsentation

Neben Tools wie PowerPoint und Flipcharts ist die Sprache Ihr mächtigstes Werkzeug. Allein durch die Macht der Worte, können Sie ein Publikum in den Bann schlagen oder komplett langweilen. Mehr noch: Allein die Lautstärke und Tonart lösen bereits etwas bei Ihrer Zuhörerschaft aus. Verwenden Sie Ihre Sprache daher bewusst und zielgerichtet. Setzen Sie zum Beispiel auf kurze, leicht verständliche Sätze. Fachchinesisch langweilt die meisten Menschen und bei langen Sätzen geht de Konzentration verloren. Versetzen Sie sich bei Ihrer Sprachverwendung in Ihre Hörer. So stellen Sie sicher, dass die Verständlichkeit stets im Fokus bleibt.

Pausen sind ein wirkungsvolles Stilmittel, wenn sie denn richtig gesetzt werden. Pausen an der falschen Stelle sind hingegen irritierend und erschweren das Verständnis. Ähnliches gilt für die Betonung. Erheben Sie Ihre Stimme also nur dann, wenn es tatsächlich passend ist. Es bringt nichts, jeden zweiten Satz zu betonen, selbst wenn er wichtig ist. Dieses sprachliche Mittel nutzt sich sonst sehr schnell ab. Zudem sollten Sie Ihrem Publikum an zentralen Stellen die Möglichkeit geben, auf das Gesagte zu reagieren. Das kann durch Lachen, Empörung oder Irritation geschehen. Machen Sie sich in Ihrem Manuskript Notizen, welche sprachlichen Besonderheiten Sie an welcher Stelle einsetzen wollen.

Präsentationstechniken mit Flipchart und PowerPoint

Visualisierung ist das Zauberwort bei jeder Präsentation. Selbst einem noch so guten Redner kann man als Zuhörer nur eine bestimmte Zeit lang folgen. Deswegen ist es wichtig, dass zentrale Aussagen veranschaulicht und schriftlich festgehalten werden. Je nach Zielsetzung eignen sich hierfür unterschiedlich Hilfsmittel. Wenn Sie einen Sachverhalt während Ihrer Präsentation erarbeiten wollen, ist ein Flipchart oder Whiteboard geeignet. Hierauf können Sie Ihre Idee entwickeln und Zusammenhänge zwischen Sachverhalten aufzeigen.

Wenn ein Sachverhalt lediglich anschaulich gemacht werden soll, ist eine PowerPoint-Präsentation eine gute Wahl. Hierin können Sie Bilder und Graphiken vorbereiten und müssen diese nicht im Laufe der Präsentation entwickeln. Ebenso ist es möglich, Handouts mit den wichtigsten Fakten zu erarbeiten. Mit diesen haben Ihre Zuhörer alle wichtigen Informationen an der Hand. Doch Vorsicht: Wenn Sie die Handouts während des Vortrags verteilen, fangen die Menschen an zu lesen. Hierdurch ist die Gefahr groß, dass sie Ihnen nicht mehr zuhören.


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