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Physische Gefährdungsbeurteilung mithilfe von Arbeitsplatzbeobachtung

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Physische Gefährdungsbeurteilung

Die physische Gefährdungsbeurteilung aller Arbeiten innerhalb eines Unternehmens ist durch eine umfassende Arbeitsplatzbeobachtungen durchzuführen. Wie zum Beispiel die Belastungsarten (Schieben, Heben, Tragen, Ziehen, Halten) zu bewerten sind, kann man in Formblättern nachlesen. Denn die geben genaue Handlungsanleitungen.

Teilweise werden in den Handlungsanleitungen sogar diverse Rechnungshilfen zur Verfügung gestellt. Allerdings fließen aktuell andere Belastungsarten, wie Körperzwangshaltung, Körperfortbewegung und/oder Ganzkörperkräfte noch nicht in die physische Gefährdungsbeurteilung mit ein. Denn die dazugehörigen Leitmerkmalmethoden befinden sich aktuell in Entwicklung.

Physische Gefährdungsbeurteilung: Die Leitmerkmalmethoden spielen eine wichtige Rolle

Die Leitmerkmalmethode, die Basis der physischen Gefährdungsbeurteilung, ist eine Entwicklung der BAuA. Allerdings beinhaltet, diese Methode noch nicht alle Formen der physischen Arbeitsbelastung. Zudem setzt diese Screening-Methode voraus, dass gute Kenntnisse über die Arbeitsplätze vorhanden sind, die eine physische Gefährdungsbeurteilung durchlaufen sollen.

Trotzdem ist die physische Gefährdungsbeurteilung nach der Leitmerkmalmethode aktuell die einzige Möglichkeit, Defiziente bei der Arbeitsplatzgestaltung zu erkennen. Nutzen Sie gezielt die Vorteile der physischen Gefährdungsbeurteilung, um das gesundheitsgefährdende Risiko Ihrer Arbeiter auf ein Minimum zu reduzieren! Setzen Sie Maßnahmen um, um eine Arbeitssicherheit auf höchstem Level in Ihrem Unternehmen zu gewährleisten.

Physische Gefährdungsbeurteilung: Die Beurteilung von Tragen, Heben und Halten

Zur objektiven Beurteilen der Arbeitsbelastung beim Heben, Tragen oder Halten werden im ersten Schritt die Körperhaltung, die Ausführungsbedingungen, die Häufigkeit und Zeitdauer sowie das Lastengewicht dokumentiert. Anschließend wird der Risikowert berechnet. Die ermittelten Werte der Leitmerkmale bewegen sich normalerweise zwischen 2 bis 80. Rechnerisch können auch höhere Werte erreicht werden, was aber nur sehr selten der Fall ist.

Wie werden die Werte beurteilt?

  • –25 = sicher
  • 25–50 = Bei diesen Werten entscheidet die individuelle Belastbarkeit des Arbeitnehmers über die Risikobehaftung.
  • > 50 = stark risikobehaftet

Mehr über die physische Gefährdungsbeurteilung von Heben, Tragen und Halten können Sie hier nachlesen Dieses Formblatt mit entsprechenden Rechenhilfen steht Ihnen zur Verfügung.

Physische Gefährdungsbeurteilung per Leitmerkmalmethode: Ziehen und Schieben

Auch bei der physischen Gefährdungsbeurteilung im Bereich Schieben und Ziehen garantiert die Leitmerkmalmethode ein objektives Ergebnis. Im ersten Moment sind die vier wichtigsten Leitmerkmale zu dokumentieren. Dazu gehören:

  • Ausführungsbedingungen
  • Flurförderungszeug bzw. das zu bewegende Gewicht
  • Bewegungsgeschwindigkeit
  • Körperhaltung

Bei der nachfolgenden Leitwertberechnung ergeben sich Werte zwischen 3 und 100. Die Beurteilung der Werte ist dieselbe wie bei der physischen Gefährdungsbeurteilung bei Arbeitsplätzen, bei denen der Beschäftigte hauptsächlich tragen, heben und halten muss.

Wie sind die Werte zu beurteilen?

  • –25 = sicher
  • 25–50 = Bei diesen Werten entscheidet die individuelle Belastbarkeit des Arbeitnehmers über die Risikobehaftung.
  • > 50 = stark risikobehaftet

Ein Formblatt mit individuellen Rechnungshilfen finden Sie hier.


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