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Diese Kundendaten dürfen Sie erheben

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Kundendaten

Der Datenschutz – heutzutage mehr denn je gefragt und benötigt. Schließlich kursieren nicht nur im privaten Bereich, sondern auch online genügend sensible Daten. Der Schutz der Daten, der Datenschutz, kommt immer dann zum Tragen, wo personenbezogene oder personenbeziehbare Daten (Kundendaten) erhoben, verarbeitet und genutzt werden. Das trifft ebenso auf Daten bei beispielsweise Bankinstituten sowie auch auf Kundendaten zu. Hierbei kann es sich um Adressdaten, wie den Wohnort, die Anschrift, sowie Kontoinformationen handeln. Bei dieser Art von Daten geht es um sensible Daten, die eines besonderen Schutzes bedürfen. Für diese Daten gibt es neben den neuen Vorschriften weitere gesonderte Regelungen zur Weitergabe und Verarbeitung.

Kundendaten dürfen allerdings nur unter bestimmten Voraussetzungen und Gegebenheiten erhoben und verwendet werden. Hierbei spielen der Betroffene selbst sowie auch das Gesetz eine entscheidende Rolle. Erteilt der Betroffene nämlich keine ausdrückliche Einwilligung zur Nutzung seiner Daten, dürfen diese Daten nicht von einem Unternehmen verwendet werden. Durch die neue DSGVO sollen Verbraucher und deren Daten erheblich geschützt werden.

Verwendung der Daten nur mit Einwilligung

Die Daten eines Kunden dürfen Sie nur mit seiner ausdrücklichen Einwilligung verwenden. Verbraucher- und Kundendaten zu erheben oder auf sonstige Weise von einem Unternehmen, einer Organisation oder einem Verein nutzen und speichern zu lassen ist nur im Zuge eines schriftlichen Einverständnisses oder einer gesetzlichen Grundlage statthaft. Auch die Weitergabe ist hierbei streng geregelt und bedarf einer eindeutigen Einwilligung des Datengebers. Diese sollte sicherheitshalber in Schriftform erfolgen und auf freiwilliger Basis festgesetzt werden.

Zudem wird ebenfalls eine Nutzung der personenbezogenen Daten durch gewisse Regeln festgeschrieben. Beispielsweise muss bei sensiblen Kundendaten eine Zweckbindung der Daten zum Tragen kommen und der Kunde muss über diese Maßnahme sorgfältig aufgeklärt werden. Diese Zweckbindung tritt bei einer Nutzung bestimmter Daten zu einem gewissen Zweck ein. Nach der Zweckerfüllung, beispielsweise bei einem Online-Einkauf ohne Registrierung, gilt der Schutz der Daten vor weiteren Zugriffen während der Erhebung. Löschen Sie diese anschließend nach Abwicklung umgehend, um eine weitere Verwendung der Kundendaten auszuschließen.

Handelt es sich nicht um eine zweckgebundene oder weitere Speicherung der Daten, erfolgt diese nur über eine klar formulierte und eindeutige Einwilligungserklärung des Betroffenen. Zu beachten ist hierbei die ohne Zweifel und Zwang erteilte Einwilligung. In dieser Erklärung stimmt der Kunde der Erhebung und Nutzung seiner Daten ausdrücklich zu.

Ausnahme von der Regelung zur Einwilligung

Allerdings gibt es wie bei jeder Gesetzgebung oder Vorschriften auch Abweichungen von der Norm. Bestimmte Daten der Betroffenen sorgen für Ausnahmen. So zum Beispiel durch die sozialen Medien oder öffentliche Dienste geteilte und verbreitete Daten. Hierbei handelt es sich um die freiwillige Weitergabe und Verbreitung der eigenen Daten. Der Datenschutz deckt solcherlei Daten nicht zusätzlich ab. Grund dafür ist die freiwillige Freigabe der Betroffenen, welche die Daten öffentlich einsehbar macht.

Weiter kann das Unternehmen anhand einer gesetzlichen Basis Daten der Kunden, also personenbeziehbare Daten, erheben. Diese Ausnahmeregelung tritt in Kraft, wenn die Erhebung oder Nutzung dem Abschluss eines Vertrages dient oder damit im Zusammenhang stehen sollte. Beispielweise können Vermieter ohne konkrete gesonderte Einwilligung der potentiellen Mieter die Erhebung der jeweiligen Daten verlangen, da dies für die Unterzeichnung des Mietvertrages sowie die Auskunft auf Liquidität und Zuverlässigkeit des Mieters von Vorteil und für einen Abschluss des Vertrages förderlich ist.

Laut § 28 Bundesdatenschutzgesetz ist somit eine Weitergabe personenbezogener Daten auch ohne explizite Zustimmung des Kunden oder Verbrauchers möglich. Unternehmen können also für den Datenhandel weiterhin öffentlich zugängliche Daten ihrer Kunden nutzen und an andere Unternehmen, beispielsweise Tochterfirmen, weitergeben. Das Datenschutzgesetz des Bundes sagt ebenfalls, dass unter anderen bestimmten Bedingungen die Weitergabe ebenso möglich sein kann. Das trifft zu, wenn die Interessen des Unternehmens die Interessen der betroffenen Person nachweislich übertreffen. Entsteht einem Unternehmen also durch das Einbehalten kundenbezogener Daten ein nachweislicher Schaden, gilt unter Umständen eine Ausnahme von der Einwilligungsregelung laut § 28 BDSG.

Fazit zur Erhebung von Kundendaten

Daten von Kunden zu erheben und zu speichern ist folglich nach wie vor gestattet. Ein Vertragsabschluss erfordert grundsätzlich nun einmal gewisse Kundendaten, die keiner speziellen Einwilligung bedürfen. Eine konkretisierte Einwilligungserklärung allerdings ist bei überaus sensiblen Daten dennoch von Nöten.

Im Falle eines Verstoßes oder der fehlenden Nichtinformation eines Kunden, dessen Daten erhoben, gespeichert, genutzt oder auch weitergegeben werden, kann das weitreichende Konsequenzen haben und ebenfalls Bußgelder in beträchtlicher Summe nach sich ziehen.

Verantwortliche, die also die Daten ihrer Kunden benötigen, sollten immer den sicheren Weg gehen. Sie sollten sich durch eine Einwilligungszustimmung des Datengebers absichern lassen. Persönliche Daten werden bei Geschäften, wie dem Onlinehandel oder auch im Einzelhandel einfach genutzt. Das sichert bestimmte Kriterien. Daten von Kunden sind aber auch ein hohes Gut und es ist wichtig, diese ausreichend zu schützen. Nur so können Kunden weiterhin Vertrauen in Geschäftspartner jedweder Art haben. Das kommt nicht nur den Kunden selber, sondern natürlich auch den  Verantwortlichen, die die Daten nutzen möchten, zu Gute.


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