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KfW-Kredit beantragen: So geht es – Tipps und Tricks

© Robert Kneschke/Fotolia
KfW-Kredit beantragen

Es gibt viele Banken, die einen Kredit gewähren. Eine besondere Institution ist die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), die ihre sehr zinsgünstigen Kredite in Form einer Förderung Immobilieneigentümern gewährt und auch KfW-Kredite für Unternehmen bereitstellt. Was Sie tun müssen, um einen KfW-Kredit beantragen zu können, erfahren Sie hier.

Kosten gut kalkulieren – der KfW-Kredit und seine Höhe

Wann immer sich jemand für ein bestimmtes Projekt Geld leiht, ist dies mit finanziellen Belastungen für den Antragsteller verbunden. Schließlich fallen Zinsen an, die man zurückzahlen muss. Hinzu kommen weitere Gebühren. Daher sollten Sie bei Ihren Überlegungen, ob eine Finanzierung mithilfe eines KfW-Kredits Sinn macht, in einem allerersten Schritt darüber nachdenken, ob Sie die finanzielle Belastung, die durch einen KfW-Kredit auf Sie zukäme, auch wirklich über die gesamte Kreditlaufzeit hinweg leisten können. Sicher ist der Zinssatz eines solchen Kredits niedriger als bei einem herkömmlichen Darlehen. Dennoch können, in Abhängigkeit von der benötigten Kreditsumme, hohe Kosten anfallen.

Wofür gibt es Geld – Welchen KfW-Kredit kann man beantragen?

Bei einem Finanzbedarf von Privatpersonen stellt die KfW verschiedene Finanzierungsmöglichkeiten bereit. So ist es beispielsweise möglich, einen KfW-Kredit für folgende Vorhaben zu beantragen:

  • Kauf oder Bau einer energieeffizienten Immobilie
  • Sanierung oder Umbau (energieeffizient) und Kauf einer Bestandsimmobilie
  • Aufnahme eines Studiums oder Teilnahme an Qualifizierungsmaßnahmen

Im Bereich der Unternehmensgründung stellt die KfW auch Privatpersonen vor allem die folgenden drei Kreditvarianten zur Verfügung:

  • ERP-Gründerkredit – StartGeld (maximal 100.000 Euro für Vollfinanzierungen)
  • ERP-Kapital für Gründung (maximal 500.000 Euro für Teilfinanzierungen)
  • ERP-Gründerkredit – Universell (über 500.000 Euro für Vollfinanzierungen im In- und Ausland)

Sie haben also mehrere Möglichkeiten, einen KfW-Kredit zu erhalten. Die Beantragung eines solchen Kredits verläuft nach bestimmten Regeln in mehreren Schritten ab, die wir Ihnen im folgenden Abschnitt erläutern.

Mögliche Förderungen durch ein KfW-Kredit

Wenn Sie einen Kredit benötigen, um unternehmerisch voranzukommen, dann können Sie einen KfW-Kredit beantragen und damit:

  • ein Unternehmen neu gründen
  • die Beteiligung an einem bestehenden Unternehmen finanzieren (als Geschäftsführer)
  • ein Unternehmen von einem Vorgänger übernehmen (Unternehmensnachfolge)
  • Ein Unternehmen finanziell festigen (möglich bis maximal 5 Jahre nach Gründung)

Als nicht förderfähig sieht die KfW hingegen Unternehmen an, die schon länger als 5 Jahre existieren, die sich in finanziellen Schwierigkeiten befinden, die im Bereich des Fischfangs oder der Landwirtschaft tätig sind, die als mittlere oder große Unternehmen gelten sowie Unternehmen deren Arbeit nicht der sogenannten „COSME“-Garantie entspricht.

KfW-Kredit beantragen – so geht es richtig!

Wie bei jedem anderen Kredit auch, so müssen Sie auch für einen KfW-Kredit einiges an Vorarbeit leisten und zwar, bevor Sie Überhaupt einen Antrag stellen. Sie können normalerweise keinen KfW-Kredit beantragen, wenn er für ein bereits begonnenes Projekt gedacht ist.

Der erste Schritt besteht darin, Informationen einzuholen. Wenn Sie einen KfW-Kredit beantragen möchten, dann informieren Sie sich zunächst einmal über die Förderbedingungen und prüfen, ob Sie diese überhaupt erfüllen. Hierfür bedarf es einer gesunden Selbsteinschätzung der eigenen finanziellen Lage sowie der benötigten Geldmittel. Außerdem ist von Ihnen zu klären, ob Ihr Vorhaben, zum Beispiel die Sanierung eines Hauses oder die Gründung eines Unternehmens, von der KfW gefördert wird. Um dies herauszufinden, nutzen Sie am besten den sogenannten Produktfinder auf der Website der KfW. Beantworten Sie einfach die gestellten Fragen und Sie erhalten als Ergebnis die für Sie geeigneten Förderkredite der KfW.

Der zweite Schritt sollte darin bestehen, dass Sie sich einen Finanzierungspartner suchen. Die KfW selbst tritt nicht direkt als Kreditgeber in Erscheinung, sondern kooperiert stets mit klassischen Banken. Über diese wird der Kredit zwischen Ihnen und der KfW abgewickelt. Anschließend besorgen Sie gemeinsam mit der ausgewählten Bank alle Unterlagen, die Sie für eine Beantragung benötigen. Die Bank reicht dann den Kreditantrag bei der KfW ein. Hat sie sich zu diesem Schritt entschlossen, war zumindest die Überprüfung Ihrer Bonität erfolgreich. Wären Sie nicht kreditwürdig, hätte Ihre Bank den Kreditantrag vermutlich nicht weitergeleitet.

Der dritte Schritt beinhaltet dann die Prüfung aller eingereichten Unterlagen durch die KfW. Sie ist es, die letztlich entscheidet, ob die Förderung möglich ist und gibt dann grünes Licht für den Kreditvertrag. Diesen schließen Sie mit Ihrer Bank ab, nicht direkt mit der KfW. Ist dieser unterzeichnet, erhalten Sie den KfW-Kredit und können Ihr Projekt starten.

Der Bankberater hilft

Die KfW rät Ihnen als Antragsteller immer dazu, einen Berater Ihrer Bank zu den Planungen hinzuzuziehen. Er als ausgewiesener Experte kann Sie über alle wichtigen Fakten zu einem solchen Kredit der KfW informieren und ist in der Lage, Ihnen etwaige Vorteile und auch Risiken aufzuzeigen. Außerdem wird er den Antrag gerne mit Ihnen durchgehen und Ihre Fragen zu den Konditionen wie Laufzeit, Zinssatz, Ratenhöhe und Ähnlichem beantworten.

Die KfW verfügt nicht über ein eigenes Netz aus Filialen. Trotzdem können Sie fast überall in Ihrer Nähe einen KfW-Kredit beantragen. Dafür nutzen Sie einfach die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken oder weitere, mit der KfW kooperierende Geschäftsbanken.

Pflichten und Rechte aus einer Förderungen durch ein KfW-Kredit

Das wichtigste Recht, das Sie durch den Abschluss des Kreditvertrages erhalten, ist das Recht auf den Erhalt der vereinbarten Kreditsumme. Das Geld wird Ihnen zwar von Ihrer Bank zur Verfügung gestellt, stammt aber von der KfW. Haben Sie den Kreditvertrag bei Ihrer Bank unterzeichnet, gehen auch Sie mit dem KfW-Kredit ein rechtskräftiges Geschäft ein, aus dem Ihnen vielfältige Verpflichtungen erwachsen. Zunächst einmal müssen Sie die im Kreditvertrag vereinbarte Kreditsumme inklusive der dafür anfallenden Zinsen mithilfe von Raten regelmäßig und zuverlässig zahlen, bis die Schuldsumme vollständig getilgt ist.

Außerdem liegt es in Ihrer Verantwortung, alle weiteren Vereinbarungen aus dem Vertrag zu erfüllen, also etwa besprochene Sicherheiten zur Verfügung zu stellen, Eigenkapital einzubringen und Ähnliches. Zudem müssen Sie sich an die geltenden Fristen halten, wenn Sie den Kredit beispielsweise kündigen möchten.


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