• 0228 955 0220

HR digital – nutzen Sie Ihre neuen Chancen

© Sikov/Fotolia
HR digital, Human Resources

In der heutigen Zeit sollte man sich darüber im Klaren sein, dass die digitale Transformation nahezu jeden Sektor betrifft. Einen Geschäftszweig, der ohne diese digitale Unterstützung auskommt, gibt es im Grunde nicht mehr. HR digital ist die Zukunft.

Die digitale Welt hat uns in der Hand

Denkt man mal einen kurzen Moment darüber nach, wie sich häufig der Feierabend gestaltet, wird man schnell feststellen, dass der Klick auf das Tablet, das Handy, den Laptop oder den PC inzwischen genauso obligatorisch zum täglichen Leben dazugehört, wie das Zähneputzen. Die virtuelle Welt stellt das ultimative Shopping-Paradies zur Verfügung, aber natürlich auch die sozialen Netzwerke, Nachrichtenkanäle, Spiele, Reisen und vieles mehr. So bequem und einfach war es noch nie: zu jeder Zeit einkaufen, die Nachrichten schauen, wann immer man möchte, und dank der Kundenkommentare und Bewertungen stets auf dem Laufenden über die Qualität der Produkte sein.

Die Summe dieser Vorteile spiegelt die eine Seite der Medaille wider, sie dient ausschließlich der Bequemlichkeit des Kunden. Die andere Seite jedoch betrifft hier die Anbieter. Für sie ist diese Entwicklung Fluch und Segen zugleich. Wer hier nicht mithalten kann, hat bereits verloren. Jedem Anbieter ist nämlich durchaus klar, dass der Online-Kunde bei mangelnder Präsenz einfach nur ein paar Klicks machen muss, um das gleiche Produkt bei der Konkurrenz genau zu erkunden und zu kaufen. Die Folge für die Anbieter ist eine ständige Arbeitsverdichtung.

HR digital muss sich durch die digitale Transformation einer enormen Menge an Herausforderungen stellen, denn HR ist interner Dienstleister im Unternehmen und dafür zuständig, eine exzellente administrative Leistung für die Fachbereiche zu liefern. Daher braucht es schon ein gewisses Maß an Mut und auch an Durchsetzungsstärke, um sich dieser Vielzahl an Herausforderungen zu stellen.

Wer diesen Weg im ersten Moment gehen möchte und sich darüber im Klaren ist, dass er die nötigen Kompetenzen besitzt, diesen auch adäquat steuern zu können, sollte seinen Changeprozess mit vollem Einsatz gestalten, denn HR digital ist auf jeden Fall die Antwort der Gegenwart und ganz sicher die der Zukunft.

Bei dem HR digital handelt es sich aber selbstverständlich um einen Wandel, bei dem der Mensch, also der Mitarbeiter, nicht vergessen werden darf, schließlich würde ohne ihn überhaupt kein Wandel stattfinden können. Hier muss letztlich der HR den Weg bereiten, denn die digitale Transformation berührt mit der Organisationsentwicklung schließlich eine wichtige Kernkompetenz von Personalmanagern. Dies aber eröffnet letztlich völlig neue Gestaltungsspielräume, wenngleich die Personaler hier auch gleichzeitig vor erhebliche Herausforderungen gestellt werden.

Immerhin geht es hier darum, die gesamte Unternehmenskultur vernünftig und zielführend umzubauen. Abhängig davon, wie groß die Bedürfnisse von außen sind, ist es gerade besonders wichtig, wie die Strukturen gestaltet sind, die schnelle Entscheidungen begünstigen sollen. Nur so lässt sich auf Veränderungen am Markt in angemessenem Tempo reagieren. Die Langfristpläne gehören nun der Vergangenheit an und das Prinzip der Agilität rückt in den Vordergrund.

Welche Verantwortungsbereiche müssen verlagert werden?

Oberstes Gebot ist es, die Verantwortungsbereiche vom Vorgesetzten zu den Mitarbeitern zu verlagern. Durch diese maßgebliche Veränderung werden die Entscheidungen nicht mehr über mehrere Hierarchieebenen hinweg getroffen. Dadurch kommt es zu viel schneller sichtbaren Ergebnissen.

Besonders wichtig ist es natürlich auch, dass Vorgesetzte ihre Teams ermutigen, eigene Ideen, Strategien und Lösungsansätze zu entwickeln. Im gleichen Zug müssen die Mitarbeiter geschult werden, das Selbstmanagement zu übernehmen.

Nur durch diese konsequente Vorgehensweise ist es schließlich möglich, dass in einer immer komplexeren Arbeitswelt Spezialisten zusammenkommen, deren Know-how sich ergänzt. So sind nunmehr flache Hierarchien und Kommunikation auf Augenhöhe gefragt.

Think Big! Das Silicon Valley

Dass dieses Prinzip funktioniert, ist längst bewiesen. Die Big Player im amerikanischen Silicon Valley haben mit ihren digitalen Innovationen längst die breite Masse erreicht. Noch immer ist es nicht möglich, in Deutschland ein Gegenstück zu Google oder Facebook zu finden. Dabei bietet HR-digital genau diese unerschöpflichen Möglichkeiten.

Natürlich ist es nicht so, dass es in Deutschland keine guten Programmierer gibt. Viel eher liegt es an der Mentalität und auch an der Arbeitsorganisation. Dennoch etabliert sich die Methode des Design-Thinking zunehmend auch bei uns. Der Ansatz ist erdenklich einfach, aber dafür umso effektiver, denn Vorgesetzte leiten ihre Arbeitnehmer zunehmend an, völlig frei zu denken.

Die Fragestellung hinter dem Think Big lautet unter anderem: Wie lässt sich aus einem guten Produkt, einer Dienstleistung oder einem Tool ein noch besseres machen? Oder auch, wie kann man sich einem definierten Ideal unter den gegebenen Bedingungen bestmöglich annähern?

Der unangefochtene Vorreiter in Sachen Think Big war der der verstorbene Apple CEO Steve Jobs. Legendär ist sicherlich noch immer, dass er den Prototyp eines iPods vor den Augen des Entwicklers ins Wasser warf. Die aufsteigenden Luftblasen nahm er zum Anlass, um zu erklären, dass es noch zu viele Leerräume in dem Gerät gab. Daher sollte ein kompakteres Design möglich sein.

Think bigger!

Seine Mitarbeiter leitete Jobs zum Try- und Error-Prinzip an. Seine Aussage war ebenso klar wie simpel. „Funktioniert dies nicht, mache etwas anderes.“ HR digital obliegt es, nun das entsprechende Bewusstsein in den Köpfen von Managern und Mitarbeitern zu schaffen und deren Lust am Experimentieren zu wecken. Auch die Erkenntnis, wann etwas aussichtslos war und es sich nicht mehr lohnte, daran weiter zu arbeiten, verlor er niemals aus den Augen. Jobs zog quasi einfach den Stecker und das Projekt war beendet.

Hier sollte man aber nicht vergessen, dass eine agile Teamstruktur nur die eine Seite der Medaille darstellt. Ebenso wichtig ist auch die Arbeitsumgebung. Sie sollte die Quelle größtmögliche Kreativität sein, eine Umgebung in der man sich einfach wohlfühlt.

Schaut man hier noch einmal ins Silicon Valley, sowird schnell deutlich, dass hier ein Trend klar zu beobachten ist: „Je innovativer und kreativer das Unternehmen, desto ausgefallener die Arbeitsplätze.“  Ein wichtiger Leitsatz großer Unternehmen. Google hat es den Mitarbeitern zum Beispiel ermöglicht, von einer Etage zur anderen Etage zu rutschen oder im Firmenpool zu schwimmen. Ein Feel-Good-Manager ist ausnahmslos dafür zuständig, sich um das Wohl der Mitarbeiter zu kümmern.

Fazit zu HR digital

Zwar soll das nicht heißen, dass eine Wohlfühlatmosphäre mit diesen Ausmaßen zu erschaffen ist. Gleichwohl sollte man aber intensiv darüber nachdenken, wie eine gute Work-Life-Balance aussehen sollte. Gemeinsame Sharing Sessions im Videoraum mit den Kollegen, Extraräume für Projektteams oder auch die Möglichkeit, dass sich Mitarbeiter aus dem Großraumbüro zurückziehen, um ungestört an kreativen Ideen zu basteln, wären bereits wichtige Ansätze.


Das könnte Sie auch interessieren: Digitaler Wandel – Chancen und Risiken für das Personalmanagement

* Selbstverständlich können Sie den 150 Euro Gutschein sowie eBooks und Leitfäden auch unabhängig von einer Newsletter-Anmeldung anfordern. Schreiben Sie uns dazu bitte eine kurze E-Mail mit Link zu dieser Seite.

Copyright © 2019 [r]evolution. Impressum | Datenschutz