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Gefährdungsbeurteilung Schwangerschaft: So funktioniert sie

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Gefährdungsbeurteilung Schwangerschaft

Zum Schutz der werdenden Mutter und/oder stillenden Frau ist der Arbeitgeber mit dem Bekanntwerden der Schwangerschaft dazu verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes durchzuführen. Bei der Erstellung der Gefährdungsbeurteilung Schwangerschaft muss nicht nur das Mutterschutzgesetz beachtet werden, sondern auch andere Rechtsvorschriften, die in § 5 Arbeitsschutzgesetz nachzulesen sind.

Arbeitsschutz – § 5 Beurteilung der Arbeitsbedingungen

Der Arbeitgeber ist nicht nur bei Schwangeren dazu verpflichtet, die Gefährdung zu ermitteln, die von deren Arbeit ausgeht, sondern muss bei allen Arbeitsplätzen ebenfalls eine sogenannte Gefährdungsbeurteilung durchführen. Anhand der Gefährdungsbeurteilung werde später die Maßnahmen des Arbeitsschutzes festgelegt. Bei mehreren Arbeitsplätzen ähnlicher Natur mit gleichartigen Arbeitsbedingungen muss nur die Gefährdungsbeurteilung eines Arbeitsplatzes durchgeführt werden.

Was versteht das Arbeitsschutzgesetz unter Gefährdung?

Eine Gefährdung des Arbeitnehmers kann entstehen durch:

  • die Einrichtung und/oder Gestaltung eines Arbeitsplatzes
  • biologische, chemische oder physikalische Einwirkungen
  • die Verwendung, die Auswahl oder den Umgang mit Anlagen, Arbeitsstoffen, Geräten und Maschinen.
  • Spezielle Gestaltung von Fertigungs- und Arbeitsabläufen unter Berücksichtigung des Zusammenspiels mit der Arbeitszeit natürlich.
  • Unzureichende bzw. nicht durchgeführte Unterweisung der Mitarbeiter
  • Schlechte Qualifizierung der Beschäftigten
  • Starke psychische Belastung aufgrund der Arbeit

Für die Durchführung der eigentlichen Gefährdungsbeurteilung für Schwangere finden Sie bei der Berufsgenossenschaft für Holz und Metall eine sehr gute Vorlage. Denn diese Vorlage ist leicht und verständlich aufgebaut, sodass die Gefährdungsbeurteilung schnell und unkompliziert umgesetzt werden kann.

Bei der Gefährdungsbeurteilung des Arbeitsplatzes werden die Gefahren in unterschiedliche Klassen unterteilt. Zur Gefährdung gehören:

  • physikalische Auslöser (Lärm, Tragen, Heben, Kälte, Nässe, Hitze, Beugen)
  • biologische Stoffe
  • chemische Stoffe
  • Gefährdung durch Arbeitsverfahren und/oder Arbeitsbedingungen

Gefährdungsbeurteilung Schwangerschaft

Natürlich muss der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung für Schwangere angeben, welche Maßnahmen er zum Schutz seiner Angestellten mit dem Bekanntwerden der Schwangerschaft getroffen hat. Darunter fällt natürlich auch die Frage, ob die werdende Mutter weiterhin einer Beschäftigung nachgehen kann, ohne ihre Gesundheit oder die Gesundheit ihres Kindes zu gefährden. Denn ist das nicht der Fall, kann die Arbeitnehmerin nach § 11 Mutterschutzgesetz freigestellt werden. Dabei steht ihr natürlich eine Fortzahlung ihres Arbeitsentgeltes zu.


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