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Woran Sie einen guten Coach erkennen

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Coach

Die Aufgabe von einem Coach besteht darin, seinen oder seine Klienten zielführend zu begleiten, Lösungswege gemeinsam auszuarbeiten, das Klientel dabei in der Entwicklung, im Verhalten und im Abrufen des Potenzials zu fördern, ohne selbst die Aufgabe zu lösen. Er ist Trainer, Betreuer, Ausbilder, Ratgeber und Instruktor in einem.

Dazu braucht man nicht nur eine Ausbildung, sondern auch Fähigkeiten und Qualitäten, psychologisches Einfühlungsvermögen. Elf Merkmale zeichnen einen guten Betreuer aus.

1. Das Ziel erfassen und nie aus dem Auge verlieren

Elementar für ein erfolgreiches Coaching ist die gemeinsame Ausarbeitung der Zielsetzung. Das Ziel zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamten Sitzungen und Veranstaltungen. Es muss dabei nicht nur klar definiert sein, es muss für Betreuer und Klient gleichermaßen verständlich sein und verinnerlicht werden. Eine Coaching-Technik bei der Ausarbeitung der konkreten Ziele ist die SMART Methode, hier sind die wichtigsten Eigenschaften des Ziels als Merkzettel zusammengefasst, wobei S für spezifisch, M für messbar, A für achievable (erreichbar), R für realistisch und T für terminiert steht.

2. Die Fähigkeit, aktiv zuzuhören

Sehr wichtig ist es, dass der Trainer beim Coachen die Fähigkeit besitzt, auf eine aktive Art und Weise dem Klienten zuzuhören. Dadurch ist es ihm möglich, so viele Informationen wie nur möglich aufzusaugen, die er dann filtert und einordnet. So entsteht ein Bild, das der effektiven Begleitung des Klienten förderlich ist. Der aktive Zuhörer bleibt dabei absolut neutral. Auch wenn es nicht leicht ist, ein Höchstmaß an Objektivität ist ein wichtiger Schlüssel für ein erfolgreiches Coaching.

Wenn der Betreuer dabei Kernsätze des Klienten wiederholt, unterstreicht er sein Verständnis und sein Interesse, der gleiche Effekt tritt ein, wenn er statt der wortwörtlichen Wiedergabe einzelne Passagen umschreibt und den Konsens zusammenfasst und auf einen Punkt bringt. Dadurch werden Missverständnisse ausgeschaltet und der Fokus auf das Wesentliche gerichtet.

3. Ein Coach hat eine gute Beobachtungsgabe

Neben der Fähigkeit aktiv zuzuhören ist auch eine gute Beobachtungsgabe ein Wesensmerkmal von einem guten Coach. Wie verhält sich der Klient? Mit welchen Gesten und welchen Emotionen zeigt er sich? Daraus lassen sich Informationen generieren, auch Rückschlüsse ziehen. Denn Nervosität, Anspannung, Freude, Traurigkeit und Missmut haben Gründe, die großen Einfluss auf das Verhältnis des Klienten zum Betreuer haben können und die für das Erreichen der Ziele berücksichtigt werden müssen.

4. Aufbau von Vertrauen und Respekt

Ein guter Coach legt großen Wert darauf, dass von Anfang an eine Beziehung zum Klienten aufgebaut wird, die von Respekt und Vertrauen geprägt ist. Denn hierin liegt die Basis für den Erfolg des gemeinsamen Miteinanders. Nur auf einer derartigen Basis öffnet sich auch der Klient, denn so fühlt er sich verstanden. Dazu gehört seitens des Trainers eine gehörige Portion Einfühlungsvermögens.

Dabei geht es nicht darum, einem bestimmten Schema zu folgen, denn jeder Klient und der Umgang mit ihm ist höchst individuell. Die Methoden, die Tools für seine Arbeit muss der Trainer nicht nur sorgfältig auswählen, sondern jedes Mal aufs Neue auf den Klienten modifizieren.

5. Neugier und Interesse zeigen machen einen Coach aus

Manchmal stößt im Leben zu viel Neugier eher auf Ablehnung, beim Coaching ist dies definitiv nicht der Fall. Wenn der Coach Neugier zeigt, des Öfteren auch die Ausführungen und Informationen mit Nachfragen begleitet, die sogar Details erfassen, wird das vom Klienten sehr positiv wahrgenommen. Er registriert das Interesse des Trainers, gewinnt auf diese Weise zunehmend Vertrauen.

Es ist eine wichtige Fähigkeit des Betreuers, sich nicht starr an sein vorher für die jeweilige Sitzung ausgearbeitetes Konzept zu halten, sondern auf den Klienten einzugehen, ihn ausreden zu lassen und Fragen so gezielt zu stellen, dass er dennoch stets die Moderation behält, den Klienten zielgerichtet zu steuern.

6. Prozessunterstützung in jeder Phase

Lösungen durch gezieltes Coaching zu finden, ist ein Prozess, der in einer bestimmten Zeitspanne stattfindet. Gemeinsam ringen Coach und Klient darum, an neuen Lösungswegen zu feilen, dabei Ideen zu erarbeiten, Impulse aufzugreifen um somit „step by step“ zum Ziel zu kommen. Was sich theoretisch simpel anhört, zeigt sich in der Umsetzung oftmals komplizierter als gedacht.

Das weiß ein guter Betreuer und lässt Erkenntnisse, Verhaltensweisen und Schlussfolgerungen bei möglichen Hürden auch in den Sitzungen mit einfließen. Dazu nutzt er Fragebögen oder Arbeitsblätter, auch das Anlegen eines Tagebuchs hilft für eine effektive, individuelle Unterstützung und Begleitung.

7. Feedback geben – aber richtig!

Einem Klienten Feedback geben ist ein weiteres Wesensmerkmal von einem guten Trainer. Dabei kommt es darauf an, wie man das Feedback von sich gibt. Es darf auf keinen Fall arrogant wirken, stattdessen sollte es einen klaren Bezug haben, dabei verständlich ausformuliert und so konstruktiv sein, dass es der Lösung förderlich ist und den Klienten motiviert. Die richtige Art des Feedbacks baut zusätzlich Vertrauen auf.

8. Jeder Coach fordert Feedback vom Klienten ein

Auch ein Betreuer möchte in seiner Entwicklung vorankommen. Ein wichtiger Baustein dazu ist das Feedback des Klienten. Er wird dies in der Regel nicht von allein von sich geben. Ein guter Trainer scheut sich nicht davor, ihn darum zu bitten. Das kann man mit Fragen erreichen oder lässt sich eine schriftliche Zusammenfassung mit persönlicher Wertung nach jeder Sitzung geben. Hier hat der Klient auch die Möglichkeit, direkt Bezug auf die praktische Alltagsumsetzung zu nehmen, wodurch der Coach neue  Erkenntnisse erhält, die er in die weiteren Sitzungen integrieren kann

9. Fragen genau zum richtigen Zeitpunkt stellen

Fragen stellen ist die eine Seite, aber genau den richtigen Zeitpunkt dazu abpassen, das wiederum kann nicht jeder Coach. So ist die richtige Fragestellung schon ein Gradmesser, wie gut ein Betreuer ist. Denn diese Fähigkeit hilft, die Wege zum Ziel zu hinterfragen, zu überdenken und gegebenenfalls neu anzupassen.

10. Bewertungen stets aufs Neue durchführen

Der Fachausdruck für das Bewerten einer Situation ist Evaluation. Ein guter Trainer hat hier die Möglichkeit durch eine ständig neue Bewertung die gemeinsame Arbeit mit dem Klienten immer wieder aufs Neue auf den Prüfstand zu stellen und das Ganze als Prozess zu betrachten, der immer auf das  Erreichen der Zielsetzung fokussiert ist. In einem Coaching laufen Veränderungen und Entwicklungen ab, die ohne die regelmäßige Bewertung und Einschätzung des Betreuers gar nicht möglich wären.

11. Werkzeuge gezielt einsetzen

Ein erfahrener Coach verfügt über einige Tools, Methoden und Techniken. Diese Werkzeuge sinnvoll, modifiziert einzusetzen, darin besteht die große Kunst und trennt in Sachen Qualität des Trainers die Spreu vom Weizen. Dabei spielt die individuelle Situation des Klienten eine große Rolle, denn eines ist auch klar, nicht jedes Tool lässt sich bei jedem Klienten auch wirklich einsetzen.


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