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Doppelte oder einfache Buchführung?

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doppelte Buchführung

Die einfache Buchführung beziehungsweise Einnahme-Überschuss-Rechnung, kurz EÜR, ist die einfachste Variante der Buchführung. Völlig unkompliziert stellt man hier die Einnahmen und Ausgaben direkt gegenüber. Bei der ermittelten Differenz handelt es sich um den Gewinn.

Wann ist eine EÜR ausreichend?

Ist das Unternehmen nicht im Handelsregister eingetragen und der Jahresgewinn liegt unter 60.000 € beziehungsweise der Umsatz unter 600.000 € ist eine EÜR völlig ausreichend. Auch im Handelsregister eingetragene Einzelkaufleute können sich von der Pflicht der doppelten Buchführung laut § 241a HGB befreien lassen. Das ist allerdings nur dann möglich, wenn innerhalb der nächsten 24 Monate kein höherer Gewinn als 60.000 € und/oder 600.000 € zu erwarten sind. Auch Freiberuflern ist nur eine einfache Buch-Führung vorgeschrieben. Allerdings kann sich ein Freiberufler freiwillig für eine doppelte Buchführung entscheiden.

Was heißt doppelte Buchführung?

Im Gegensatz zur einfachen Buchführung wird bei der doppelten jeder Geschäftsvorfall zweimal erfasst. Dabei wird auf dem Konto und dem dazugehörigen Gegenkonto eine Buchung durchgeführt.

Wissenswert: Unterliegt ein Unternehmer der Pflicht zur doppelten Buchführung, hat er sich an die Vorschriften des HGBs und die Grundsätze der ordnungsgemäßen Buchführung zu halten.

Wann ist die doppelte Buchführung Pflicht?

Wird ein Jahresumsatz von 600 000 € und/oder ein Jahresgewinn von 60 000 € überschritten, ist der Unternehmer zur doppelten Buchhaltung verpflichtet. Auch Fiktiv-, Kann-, Schein-, Form- und IST-Kaufleuten wird seitens des Gesetzgebers eine doppelte Buchführung vorgeschrieben.

So haben Sie Ihre EÜR immer im Griff

Um am Ende des Jahres alle Ausgaben geltend machen zu können, müssen natürlich die entsprechenden Belege vorhanden sein. Damit Sie nicht den Überblick verlieren, sollten alle Belege von Anfang an fein säuberlich in einem Ordner aufbewahren.

Tipp: Kleben Sie Belege und Quittungen, die mit einem Laserdrucker erstellt haben, auf einem DIN A4 großem Papier auf. Zudem kopieren Sie dieses und heften Sie beide Seiten miteinander ab. Derartig erstellte Belege verblassen nämlich recht schnell. Mit einer Kopie gehen Sie auf Nummer sicher, dass es keine Probleme gibt, wenn der Betriebsprüfer in Ihrer Firma auftaucht.

Wie lange muss man alle Geschäftsunterlagen aufbewahren?

Alle Eingangs- und Ausgangsrechnungen muss man für zehn Jahre aufbewahren!

Wichtig: Für eine fehlerhafte Buchhaltung ist der Firmeninhaber immer vollhaftbar! Hinzu kommt noch, werden derartige Fehler öffentlich bekannt, wird auch immer der Ruf des Unternehmens in Mitleidenschaft gezogen. Darum ist Unternehmern, die von Buchhaltung, Steuern und Co. nur sehr wenig bis überhaupt nichts verstehen, anzuraten, sich professionelle Hilfe zu holen (Buchhaltungsfachkraft, Steuerberater und so weiter).


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