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Der Arbeitsalltag des Feel Good Managers

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Arbeitsalltag des Feel Good Managers

Wenn Sie noch nie von dem Berufsbild des Feel Good Managers gehört haben, liegt es wahrscheinlich daran, dass Sie sich in Ihrem Job wohl fühlen. Dies trifft jedoch nicht ausnahmslos auf alle Angestellten und Mitarbeiter in Unternehmen zu. Hier kommen verschiedene Maßnahmen ins Spiel, die zum Arbeitsalltag des Feel Good Managers gehören. Unter anderem ist er/sie dafür verantwortlich, Mitarbeiter zu motivieren und deren Wohlbefinden durch ein ideales Arbeitsumfeld zu sichern.

Manchmal ist es sogar notwendig, Mitarbeiter zu coachen, damit sie sich bei der Arbeit wohl fühlen. Der Arbeitsalltag eines Feel Good Managers oder auch Chief Happiness Officers (CHO) besteht unter anderem aus genau dieser Aufgabe.

Definition des Feel Good Managers

Der Feel Good Manager oder CHO ist die personifizierte Garantie für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz. Es handelt sich um einen noch recht jungen Beruf, der im Silicon Valley geboren wurde. Hier entwickelte sich die Idee, Mitarbeiter glücklich zu machen, um ihre Produktivität zu erhöhen. Die Aufgaben und Verantwortungsbereiche in der IT-Branche sind grundsätzlich zeitaufwendig und erfordern nicht selten auch eine hohe Flexibilität. Die Folge sind lange Arbeitszeiten und, je nach Unternehmensstruktur im Rahmen von traditionellen oder flachen Hierarchien, eine zunehmende Stressbelastung. Resultate müssen immer schneller und immer effizienter erzielt werden.

Die Innovationsforschung beschleunigt sich zudem unaufhaltsam, um auf eine Welt zu reagieren, in der sich die Konsumgewohnheiten ständig ändern. Mittendrin: der Mensch und immer häufiger auch der Burnout, der um die Ecke lauert. Wie lassen sich also Arbeit, Privatleben und Wohlbefinden in Einklang bringen? Wie findet man die goldene Mitte, ohne sich den Belastungen auszusetzen, welche durch den stetig steigenden Erfolgsdruck verursacht werden? Vorhang auf für die Feel Good Manager. Sie sind da, um zu regulieren und zuzuhören, um den Mitarbeitern zu garantieren, sich in einem angepassten Arbeitsumfeld entwickeln zu können.

Doch es besteht die Gefahr, dass diese Funktionsbeschreibung aufgrund eines vermeintlichen Mangels an Ernsthaftigkeit oder einer Überbewertung des Spaßfaktors zu kurz kommt. Um den Arbeitsalltag des Feel Good Managers adäquat zu beschreiben, müssen wir den Funktionsrahmen über das Herstellen von Wohlbefinden am Arbeitsplatz hinaus erweitern.

Schließlich verbreiten sich diese neuen Positionen im Grenzgebiet zwischen Personalwesen, interner Kommunikation und Marketing trotz ihres amerikanischen Ursprungs zunehmend auch in europäischen Unternehmen.

Feel Good Management im Spannungsfeld der Unternehmensabteilungen

Hinter den zumeist sehr eingängigen Titeln bleibt der genaue Aufgabenbereich im Arbeitsalltag des Feel Good Managers jedoch häufig vage. Dies liegt nicht zuletzt auch daran, dass die erforderlichen  Handlungen und Verantwortlichkeiten von Unternehmen zu Unternehmen sehr unterschiedlich sind.  Es gibt keine Standardprofile oder spezielle Schulungen für CHOs. Gemeinsam ist ihnen, dass sie ihre Unternehmenskultur und deren Funktionsweise in der Regel sehr gut kennen.

Folglich finden sich neben ehemaligen Personalverantwortlichen auch ehemalige Juristen, Marketingleiter und interne Kommunikationsverantwortliche in der Rolle als CHO wieder.

Einige organisieren einfach nur gesellige Frühstücke und Firmenevents, andere richten ihre Aktionen auf die Bereitstellung spezifischer Dienstleistungen wie Yoga-Kurse, Ernährungsberatung oder die Betreuung der Firmenkrippe aus. Wieder andere arbeiten an der Verbesserung der Arbeitsplätze im Rahmen der Arbeitsplatzergonomie. Der Arbeitsalltag des Feel Good Managers kann auch daraus bestehen, eine Unternehmenskultur des Glücks und der Zufriedenheit zu verbreiten. Hierzu stehen Mittel und Maßnahmen wie die Verbesserung der internen Kommunikation über Newsletter, interne Wettbewerbe und Workshops bereit.

Grundsätzlich befassen sich CHOs jedoch mit zwei Hauptaufgaben. Zunächst geht es um interne Kommunikationsmaßnahmen wie die Überwachung des Mitarbeiterfeedbacks, das Verfassen monatlicher Newsletter oder den Betrieb des Intranets. Ferner organisieren sie Veranstaltungen, zum Beispiel Seminare oder Konferenzen mit externen Referenten, Geburtstagsfeiern oder Gesundheitskurse.

Wenn die Zuständigkeiten unternehmensübergreifend stark voneinander abweichen, dann auch und vor allem deshalb, weil das Verantwortungsniveau nicht überall gleich ist. Häufig wird im Bezug auf den Arbeitsalltag des Feel Good Managers bemängelt, dass die Mitarbeiter keine strategische Funktion innehaben. Ohne Entscheidungshebel ist es schließlich schwierig, das Management zu beeinflussen, mit den Sozialpartnern zu verhandeln und die Unternehmenskultur nachhaltig zu verändern.

Der Arbeitsalltag des Feel Good Managers oder Chief Happiness Officer

Die Aufgaben von Feel Good Managern sind relativ einfach zu verstehen, lassen sich jedoch nicht immer auch genauso leicht in die Praxis umzusetzen. Die Mission von CHOs ist es, eine Interaktion zwischen den Mitarbeitern zu schaffen, um die Isolation zu durchbrechen und Kompetenzen intern zu bündeln. Ihr Alltag im Unternehmen besteht deshalb zunehmend auch daraus, immer ein offenes Ohr für Mitarbeiter zu haben, um deren Erwartungen bestmöglich zu erfüllen.

Wenn Mitarbeiter unter einer hohen Arbeitsbelastung leiden, sollte der CHO in der Lage sein, einzugreifen und Lösungen zu finden. Im Idealfall wird der Arbeitsalltag des Feel Good Managers als echte Stärkung der Humanressourcen gesehen. Darüber hinaus widmen sich Feel Good Manager den folgenden Aufgaben:

  • Schaffung von Interaktionsmöglichkeiten und Förderung der Bindung zwischen Mitarbeitern,
  • Erkennen von Problemen und möglichen inneren Spannungsherden,
  • Organisation und Durchführung von internen und externen Meetings und Events, um unternehmensweit auf die Arbeitseinstellung und Motivation einzuwirken,
  • Verbesserung der internen Kommunikation,
  • Förderung der Meinungsfreiheit und Anteilnahme der Mitarbeiter im Bezug auf ihre Rollen, ihre Beziehungen zu Kollegen, ihre Arbeitsbelastung,
  • Vermittlung und Pflege der Unternehmenskultur.

Wie wird man Feel Good Manager und welche Unternehmen haben dafür überhaupt einen Bedarf?

Bisher gibt es keinen wirklichen Lehrplan, um Chief Happiness Officer zu werden. Die Jobprofile sind in der Regel Teil eines Karriereweges als Kommunikationsspezialist und/oder Personalverantwortlicher, die sich vorwiegend mit der Interaktion in Unternehmen befassen.

Die Arbeitsalltag des Feel Good Managers basiert deshalb vor allem auf charakterlichen Qualitäten und der Fähigkeit, Verbindungen herzustellen, zu animieren, zuzuhören und Lösungen anzubieten.

Die Antwort auf die Frage, welche Unternehmen von den Diensten eines Feel Good Managers profitieren, ist ebenso einfach wie eingängig: Jedes Unternehmen, das seine Produktivität verbessern und darüber hinaus seine Mitarbeiter respektieren möchte, um ihr Wohlbefinden am Arbeitsplatz zu gewährleisten. Es ist nicht unbedingt empfehlenswert, auf Beschwerden und Unmutsäußerungen der Belegschaft zu warten, bevor die Stelle eines CHO besetzt wird. Die Position des Feel Good Managers lässt sich mit wenig Aufwand bereits proaktiv in das Organigramm integrieren.

Unternehmen erreichen damit eine Verbesserung der Arbeitsbedingungen und eine höhere Mitarbeiterproduktivität.

Fazit

Das Feel Good Management ist in der Arbeitswelt noch relativ neu und die Ausführenden gelten meist als exotisch. Die Tätigkeit des Feel Good Managers basiert auf der Motivation der Mitarbeiter und der Schaffung einer angenehmen Unternehmenskultur. Das primäre Ziel im Arbeitsalltag eines Feel Good Managers ist es, die Mitarbeiter zu inspirieren, jeden Morgen mit einem Lächeln zur Arbeit zu kommen – und sie gleichzeitig zu ermutigen, ihre Arbeit nicht nur zu genießen, sondern auch effizienter zu erledigen.


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