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8 Coaching-Tipps für Führungskräfte

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Coaching-Tipps für Führungskräfte

Mitarbeiter zu coachen ist nicht einfach. Denn Sie müssen erst mal eine Basis schaffen, wie zum Beispiel Vertrauen. Nur so haben Sie die Möglichkeit an die Wurzeln eines Problems heranzukommen. Die Folgenden 8 Coaching-Tipps für Führungskräfte sollen Ihnen dabei helfen.

Warum Coaching-Tipps für Führungskräfte Sinn machen

Die Arbeit heutzutage wird immer anspruchsvoller. Zudem auch immer komplexer. Auf der einen Seite müssen Sie klare Strukturen in Ihrem Unternehmen schaffen, damit Ihre Mitarbeiter die richtige Leistung bringen. Denn nur so fährt Ihr Unternehmen auf Erfolgskurs. Aber auf der anderen Seite arbeiten Sie eben mit Menschen. Die vielleicht auch mal private Probleme haben. Oder mit der Arbeit zum Beispiel überfordert sind. Hier haben Sie genau zwei Möglichkeiten zu reagieren:

  1. Sie nehmen diese Probleme wahr, blenden Sie aber aus. Fahren also mit dem normalen Führungsalltag fort.
  2. Sie erkennen diese Herausforderung. Und nehmen diese an. Dann kommen Sie aber nicht immer mit einem einfachen Tipp weiter. Sie müssen tiefer, an die Wurzel des Problems herangehen.

Somit werden Sie zum Coach. Bieten Sie Hilfe zur Selbsthilfe an. Befähigen Sie Ihre Mitarbeiter, Ressourcen zu aktivieren. Und auch die Potenziale hervorzuholen. Es gibt einige Coaching-Tipps für Führungskräfte. Damit kommen Sie sicher an Ihr Ziel. Das heißt, Ihr Unternehmen kann zu langfristigem Erfolg geführt werden.

Die ersten zwei Coaching-Tipps für Führungskräfte – Kommunikation

Zuerst sollte das Coaching immer von beiden Seiten freiwillig stattfinden. Ihre Mitarbeiter zu zwingen wird Sie nicht weiter bringen. Sie können Ihren Mitarbeiter durchaus auf ein Problem ansprechen. Aber bleiben Sie dabei authentisch. Beginnen Sie Gespräche nicht mit „Ich weiß …“ oder „Ich will …“ Dadurch fühlen sich die meisten Menschen von vornherein unter Druck gesetzt. Das wird nicht zu einem Gespräch führen. Beginnen Sie zum Beispiel mit „Ich nehme an“. Das strahlt ernsthaftes Interesse von Ihrer Seite aus. Außerdem spielen Vertrauen und Wahrnehmung eine große Rolle. Stellen Sie eine Vertrauensbasis her. Hierfür sind folgende Punkte entscheidend:

  • Transparenz
  • Authentizität
  • Kommunikation
  • Informationen

Stehen Sie Ihren Mitarbeitern offen gegenüber. Sie werden sehen, das sich diese Offenheit widerspiegelt. Außerdem ist es ratsam, ausreichend Zeit mit Ihren Mitarbeitern zu verbringen. Damit ist nicht unbedingt privat gemeint. Aber sind Sie in dem Unternehmen greifbar und zeigen Präsenz, kann das Vertrauen geschaffen werden. Außerdem wird dadurch auch die Wahrnehmung geschärft. Sie bekommen mehr mit von Ihren Mitarbeitern. Das hilft Ihnen wiederum, Probleme zu erkennen.

Als zweiter Punkt der Coaching-Tipps für Führungskräfte kommt, die Suche nach dem wahren Problem. Aber oft werden die wahren Probleme erst in einem Gespräch festgestellt. Das heißt, Ihr Mitarbeiter kommt mit seinem vermeintlichen Problem zu Ihnen. Sie sind beide der Meinung, das Problem zu kennen. Und in dem Gespräch stellt sich heraus, das es eigentlich um ganz andere Probleme geht. Begeben Sie sich in dem Gespräch auf die Suche, und zwar durch W-Fragen:

  • Wo
  • Wer
  • Wie
  • Weshalb
  • Warum

So können Sie einerseits den Kern des Problems finden. Und auf der anderen Seite kann es Ihren Mitarbeiter zur Selbsterkenntnis führen. Außerdem sind Fragen die beste Möglichkeit zur Intervention.

Stille und Vertraulichkeit – weitere drei Coaching-Tipps für Führungskräfte

An dritter Stelle steht das Zuhören. Als Führungskraft sind Sie es sicher gewohnt, dass Sie reden. Nehmen Sie aber auch einmal die Rolle des Zuhörers ein. Lassen Sie Ihren Mitarbeiter reden. Und zwar so lange, bis dieser wirklich fertig ist. Danach warten Sie ruhig noch ein bis zwei Minuten. Denn die Erkenntnis kommt oftmals genau in dieser Schweigezeit.

Schaffen Sie Vertraulichkeit. Hin und wieder ist ein Problem doch so groß, dass Sie das Bedürfnis haben, eine dritte Person zu informieren. Aber, was in einem Coaching geschieht oder gesprochen wird, unterliegt der Schweigepflicht. Sprechen Sie mit Ihrem Mitarbeiter. Erklären Sie Ihre Beweggründe, warum Sie eine andere Person hinzuziehen möchten. Dies benötigt vielleicht etwas Zeit und Geduld. Aber, wenn Sie über den Kopf des Mitarbeiters hinweg entscheiden, kann das Vertrauen ganz schnell kaputtgehen. Dieses dann wieder herzustellen wird ein schwerer Weg.

Tipp Nummer fünf lautet: Intervention. Was so viel heißt wie „eingreifen in das Geschehen“. Es gibt Möglichkeiten der Intervention, die bestimmte Kenntnisse erfordern. Oder auch einer Ausbildung bedürfen. Aber es gibt auch Möglichkeiten für Sie als Führungskraft. Die einfach und wirksam sind.

  • Stellen Sie Fragen. Die Fragetechnik, wenn sie gut und offen angewendet wird, bringt oft gute Lösungen. Außerdem bringt diese Technik wichtige Erkenntnisse.
  • Schlagen Sie einen Perspektivenwechsel vor. Das kann bedeuten, dass Sie Ihren Mitarbeiter zum Beispiel auf dem Chefsessel Platz nehmen lassen. Oder fragen Sie: „Was würde Ihr bester Freund dazu sagen?“ Eine weitere Variante wäre, ein Bild der Situation malen zu lassen. Oder aber beschreiben zu lassen. Es ist oftmals sehr hilfreich, die Dinge einfach aus einer anderen Sicht zu betrachten.

Die letzten drei Coaching-Tipps für Führungskräfte

Ganz egal, wie das Gespräch verläuft, gehen Sie und Ihr Gegenüber immer mit einem guten Gefühl da raus. Wenn Sie die Coaching Tipps für Führungskräfte berücksichtigen, sollte dies kein Problem darstellen. Im siebten Tipp geht es um die Dauer eines Gesprächs. Dieses sollte nicht länger als zwei Stunden dauern. Wirkungsvoll sind 45 bis 60 Minuten. Wichtig ist, dass Sie Ziele festlegen. Auch Maßnahmen für ein Folgegespräch sind oftmals hilfreich. Außerdem können Sie am Ende des Gesprächs ein Feedback abgeben. Allerdings sind hierbei ein paar Punkte zu beachten:

  • Seien Sie sachlich.
  • Reagieren Sie schnell.
  • Senden Sie Ich-Botschaften.
  • Holen Sie die Sichtweise Ihres Gegenübers ab.
  • Erarbeiten Sie Optionen für Maßnahmen.
  • Legen Sie Ziele und Maßnahmen fest.

Als Achter und letzter Tipp kommt die Verantwortung. Es gibt Herausforderungen, die nicht in den Rahmen eines Coachings passen. Daher können sie in dem Coaching auch nicht gelöst werden. Zum Teil wäre dies sogar verantwortungslos. Starke psychische Störungen zum Beispiel werden Sie nicht mit einem Coaching behandeln können. Außerdem dürfen Sie dies auch nicht. Dies gehört in die Hände eines Psychologen. Genauso verhält es sich bei anderen gesundheitlichen Problemen. Auch bei Alkohol- oder Drogenproblemen ist professionelle Hilfe gefragt.


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