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Das erwartet Sie während der Coaching-Ausbildung

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Coaching-Ausbildung

Coach zu werden ist kein Problem. Sie entscheiden sich dafür und dann kann es losgehen. Aber grundsätzlich ist das nicht der richtige Weg. Geht es Ihnen wirklich darum, beratend tätig zu sein? Dann sollten Sie sich ausreichend über den Beruf des Coachs informieren. Um aus dem Coaching einen dauerhaften Beruf für Sie zu machen, sollten Sie eine Coaching-Ausbildung in Betracht ziehen. Dies wird Zeit und Geld beanspruchen. Aber Sie erhalten so auch das notwendige Wissen, um als Coach erfolgreich zu werden.

Coachingkompetenz erreichen Sie mit einer Coaching-Ausbildung

Grundsätzlich ist zu sagen, dass jeder Mensch Coach werden kann. Denn hierfür gibt es keine staatlich anerkannte Ausbildung. Der Begriff „Coach“ ist nicht geschützt. Unter Coaching versteht man ein Beratungskonzept. Dieses ist lösungsorientiert. Der Coach arbeitet mit seinem Klienten zusammen, und zwar, um gemeinsam Lösungen zu finden. Aber diese auch umzusetzen. Damit Sie Ihrem Klienten auch wirklich eine Hilfe sind, ist Grundwissen notwendig. Sicher können Sie auch einfach ins kalte Wasser springen und sich Coach nennen. Sie beraten dann mit Halbwissen und sind schneller arbeitslos als erwartet – oder aber, Sie machen eine Coaching-Ausbildung.

Für angehende Coaches gibt es in etwa 300 Ausbildungsgänge. Die Kosten variieren extrem. Sie beginnen bei 300 € und können bei 17.000 € enden. Darum ist es ganz besonders wichtig, wenn Sie sich erst mal genau die Richtung Ihrer Ausbildung überlegen.

Im Folgenden die wichtigsten Punkte, um das richtige Institut für Ihre Coaching-Ausbildung zu finden:
  • Gute Vorbereitung: Bevor Sie sich Ihren Kurs aussuchen, lesen Sie gründlich über das Thema Coaching nach. Überlegen Sie ganz genau, ob das der richtige Job für Sie ist. Haben Sie eventuell im Vorfeld schon berufliche Erfahrungen gesammelt, die Ihnen als Coach helfen?
  • Überprüfen Sie die Anforderungen: Jedes Institut kann Lehrgänge in Form einer Coaching-Ausbildung anbieten. Aber ob Sie am Ende die richtige Qualifikation erreichen, bleibt hierbei offen. Grundsätzlich geht man davon aus, dass ein Lehrgang mindestens 250 Zeitstunden umfassen sollte. Wenn Sie die Zeit für ein Selbststudium dazurechnen, können Sie von einer Dauer von zwölf Monaten ausgehen. In der Regel schließt die Qualifizierung mit einer Prüfung ab. Die Prüfung kann mündlich stattfinden. Aber sie kann auch in eine Übung integriert sein. In der Prüfung an sich sollte immer ein dokumentierter Coachingfall erarbeitet werden. Außerdem sollte eine schriftliche Arbeit enthalten sein. Das Thema in der schriftlichen Arbeit sollte dementsprechend vorher vereinbart sein. Verspricht man Ihnen im Voraus, dass Sie nach der Coaching-Ausbildung auch ein „fertiger Coach“ sind, seien Sie skeptisch. Sicher sind Sie nach der Ausbildung in der Lage, als Coach zu arbeiten. Aber auch im Anschluss ist weiterlernen sinnvoll. Zumindest, wenn Sie nicht auf der Stelle stehen bleiben möchten. Außerdem können Sie sich auch nach der Coaching-Ausbildung weiter spezialisieren. Das heißt, fertig sind Sie nach der Ausbildung noch lange nicht.
  • Machen Sie sich ein eigenes Bild: Es ist schön, dass die Institute Broschüren anbieten. Lesen Sie diese auch gern. Denn meist finden Sie schon einiges an Informationen. Oder Sie setzen auf Sicherheit. Sehen Sie sich die Institute vor Ort an. Machen Sie einen Termin mit den Lehrkräften. Denn so bekommen Sie ein genaueres Bild, als aus einer Broschüre. In erster Linie verlassen Sie sich ruhig auf Ihr Bauchgefühl. Stimmt die Chemie und Sie fühlen sich wohl, ist das eine gute Basis. Dennoch gibt es ein paar Punkte, die Sie hinterfragen sollten, zum Beispiel, ob ausreichend Praxiserfahrung bei den Ausbildern gegeben ist. Außerdem sollte ein Kurs immer von zwei Dozenten begleitet werden. Diese müssen nicht immer zusammen anwesend sein. Aber sollte ein Dozent ausfallen, ist ein Zweiter da, der den Kurs problemlos weiterführen kann.
  • Haken Sie nach: Fragen Sie nach dem Umfang der praktischen Übungen. Denn je mehr gemacht werden, umso besser ist es für Sie. Idealerweise wird auch Livecoaching angeboten. Das heißt, Sie üben mit echten Klienten. Hierbei stellt sich dann aber die Frage, wer die Klienten rekrutiert? Sie oder Ihr Ausbilder?

Außerdem können Sie sich auch bei den Mitschülern erkundigen. Ideal ist eine Gruppe von zehn bis 15 Teilnehmern. Denn Coaching lebt vom Austausch. Kommunikation hat bei dem Thema Coaching einen hohen Stellenwert.

Voraussetzungen, die Sie für eine Coaching-Ausbildung erfüllen müssen

Es gibt keine konkreten Voraussetzungen. In erster Linie geht es bei einer Coaching-Ausbildung um eines: das Vermitteln von Wissen, und zwar in den Bereichen Psychologie und Betriebswirtschaft. Diesbezüglich sollte natürlich Interesse mitgebracht werden. Bestimmte Vorkenntnisse sind immer von Vorteil. Aber auch keine Voraussetzung für Ihre Coaching-Ausbildung. Hinzu kommt, dass der Bildungsstand nicht zu weit von Ihren späteren, potenziellen Kunden weg sein. Anders ist es bei der Coaching-Ausbildung zum Personal und Business Coach bei der IHK. Hier müssen einige Voraussetzungen erfüllt werden. Und diese sind Folgende:

  • Sie haben das 30. Lebensjahr vollendet.
  • Sie benötigen mindestens fünf Jahre Berufserfahrung. Optimal sind auch drei bis vier Jahre Führungserfahrung.
  • Ein Abschluss an der Fachhochschule oder UNI. In jedem Fall aber vergleichbare Abschlüsse.
  • Sie sollten bereit zur Selbstreflexion und Weiterentwicklung sein.
  • Sie besitzen die Fähigkeit, angemessen auf die Gefühle anderer zu reagieren.
  • Ihre eigene seelische Gesundheit ist sehr wichtig. Sie befinden sich in Therapie? Dann klären Sie mit Ihrem Therapeuten, ob Sie für die Teilnahme an dem Kurs geeignet sind. Hierfür benötigen Sie eine entsprechende Bescheinigung.
  • Sie sind nicht vorbestraft oder Mitglied in einer Sekte. Hierzu zählen auch sektenähnliche Vereinigungen.
  • Ihre Lernbereitschaft sollte sehr hoch gemessen sein. Denn es wartet viel Lernstoff auf Sie.

Jede Ausbildung hat einen eigenen Lehrplan. Das ist bei der Coaching-Ausbildung ebenso der Fall. Auch wenn es keine staatlich anerkannte Ausbildung ist. Es gibt Themenfelder, die während einer Coaching-Ausbildung behandelt werden sollten. Diese splitten sich in zwei Teile: zum Ersten die Themen, die ausführlich behandelt werden sollten, zum Zweiten die Themen, die etwas weniger ausführlich behandelt werden können.

Themenfelder, die in Ihrem Lehrplan ausführlich behandelt werden sollten

Zu den Grundlagen gehört eine Einführung, und zwar in die Werte dieses Berufs. Außerdem bekommen Sie einen Überblick über Mediation. Fragen über Berufsrecht sollten hierbei behandelt werden. Und auch über Vertragsgestaltung.

Der Ablauf

In diesem Feld geht es um Erstkontakt. Hingehend bis zur Beurteilung. Alle einzelnen Schritte sollten hier erklärt werden. Zum Beispiel, wie Sie an Klienten kommen. Und wie Sie eine Sitzung gestalten.

Settings

Welche Möglichkeiten haben Sie beim Coaching? Eher Einzel oder Gruppen Coaching. Welche Methode ist für wen geeignet?

Rollenkonzepte

Seien Sie sich Ihrer Rolle bewusst. Aber auch der des Klienten. Ein Klient in einer Führungsposition hat einen bestimmten Bedarf an Beratung. Ein Mittelmanager wiederum hat einen anderen Bedarf.

Psychologische Themen

Beim Coaching spielt Psychologie eine große Rolle. Hier sollten einige Grundlagen ein Thema sein. Zum einen zählt die Persönlichkeitsentwicklung dazu. Außerdem Verhaltensänderung und Potenzialanalyse. Aber es sollte klar sein, das Coaching nichts mit Psychotherapie zu tun hat.

Veränderungsprozesse
Wenn sich jemand coachen lässt, hat das einen Grund. In der Regel möchte sich diese Person beruflich oder privat verändern. In der Coaching-Ausbildung sollten Sie daher viel über berufliche Übergänge lernen. Allerdings auch über die Planung der Karriere. Über die Themen Lebensweg und Karriereweg werden Sie ebenso viel lernen.

Interventionstechniken

Hierzu gehören zum Beispiel Methoden, wie Sie eine gute Beziehung zu Ihrem Klienten aufbauen. Auch Techniken zur Ziel- und Auftragsklärung sind hier enthalten. Außerdem lernen Sie Techniken zu Fragen und Feedback.

Persönliche Kompetenz

Als Coach sollten Sie immer unvoreingenommen sein. Zudem sollten Sie Ihrem Klienten wertschätzend entgegen treten. Selbstreflexion und Selbstkritik sind für Sie als Coach äußerst wichtig. Hinzu kommt die Bereitschaft zur eigenen Weiterentwicklung.

Positionierung im Berufsfeld

Wenn Sie als Coach Geld verdienen möchten, brauchen Sie ein Konzept. Außerdem ein Netzwerk und eine Marketingstrategie. Denn nur so bekommen Sie Klienten.

Inhalte, die weniger ausführlich behandelt werden dürfen

Organisation: Es sollten in Ihrem Kurs zwei Punkte angesprochen werden. Einmal die unterschiedlichen Unternehmenskulturen. Und zum anderen die typischen Auslöser für Stress.

Führung und Management: Als Coach müssen Sie verschiedene Führungsstile kennen. Das Verständnis der Führung sollten Sie herausarbeiten können, und zwar für Ihren Klienten. Damit ist es aber nicht erledigt. Sie sollten Ihren Klienten bei der Weiterentwicklung unterstützen. Männer und Frauen sind im Bereich Führung unterschiedlich. Auch das müssen Sie bearbeiten können.

Krisen: Sie sollten eine Krise erkennen können und sie von einem psychischen Problem unterscheiden. Bei einer Krise sind Sie der Ansprechpartner. Aber braucht Ihr Klient medizinische Hilfe, sind Sie nicht mehr zuständig. Hinzu kommt, dass das Thema Stressmanagement angesprochen wird. Wie Sie Ihren Klienten in Stresssituationen unterstützen können.

Konflikte: Auch Konflikte können ein Thema sein. Darum ist es wichtig, dass Sie sich mit Erkennen eines Konfliktes befassen. Aber Sie sollten sich auch im Einzelfall mit der Bearbeitung des Konfliktes auseinandersetzen können.

Fazit

Coach wird man nicht über Nacht. Sehen Sie die Coaching-Ausbildung als Chance, um dauerhaft Fuß zu fassen. Aber Sie brauchen Zeit und Geduld. Zudem kommen einige Kosten auf Sie zu. Dennoch lohnt sich der Aufwand. Das Wissen kann Ihnen niemand mehr nehmen. Auch nicht die praktische Erfahrung – und der Erfolg kommt mit der Zeit!


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