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Chemikalienhandschuhe: Das müssen Sie beachten!

© Alexander Raths/Fotolia
chemikalienhandschuhe

Das Angebot an Chemikalienhandschuhen ist sehr groß, was die Auswahl nicht gerade vereinfacht. Hinzu kommt, dass der Schutz des Handschuhs abhängt von dem Material, aus dem er gefertigt wurde, ist. Dies ist ein maßgeblicher Faktor, der bezüglich der Wahl der richtigen Chemikalienhandschuhe bekannt sein muss.

Aus welchen Materialien sind Chemikalienhandschuhe angefertigt?

Für die Herstellung der Sicherheitshandschuhe dieser Kategorie werden entweder Kautschuk, chemisch veredelter Kautschuk, Polyethylen oder Polyvinylchlorid verwendet.

Latex-Handschuhe (Gummihandschuhe)

Latex-Handschuhe sind sehr elastisch und verfügen über einen hohen Tragekomfort. Aufgrund ihrer speziellen Konstitution eignen sich diese Schutzhandschuhe auch zum Tragen bei Feinarbeiten. Allerdings sind sie nur geringfügig gegen Chemikalien resistent. Leider altern Gummihandschuhe recht schnell und sind öfters auszutauschen. Der Grund liegt darin, dass der Weichmacher aus dem Gummi entweicht. Die Schutzhandschuhe aus Latex werden spröde und reißen.

Sicherheitshandschuhe aus Nitril-Kautschuk

Nitril-Kautschuk-Sicherheitsschutzhandschuhe sind reiß- und schnittfest. Gleichzeitig zeigt sich nur ein geringer Abrieb der Beschichtung.

Wissenswert: Zu den Handschuhen mit Nitril-Kautschuk-Beschichtung sollten Sie wissen, dass nicht alle Sicherheitshandschuhe über dieselben Charakteristika verfügen, da die Hersteller unterschiedliche Rezepturen verwenden.

Polyvinylchlorid-Sicherheitshandschuhe/Chemikalienhandschuhe aus PVC

Da PVC üblicherweise ein äußerst robustes Material ist, wird ihm bei der Herstellung noch ein Weichmacher hinzugefügt. Achtung, kommen die Sicherheitshandschuhe mit Lösemittel in Kontakt, verfärben sie sich nicht nur, sondern werden auch spröde! Der Grund hierfür ist, dass das Lösemittel den Weichmacher aus dem PVC herauslöst.

Neopren-Handschuhe

Die physikalischen Eigenschaften von Schutzhandschuhen aus Neopren sind in Bezugnahme auf die Reißfestigkeit, den Abrieb usw. erstklassige. Aufgrund der hohen Witterungs- und Alterungsbeständigkeit, werden die Chemikalienhandschuhe vor allem bei Arbeiten getragen, die mit starker Belastung verbunden sind. (Sanitärbereich usw.)

Chemikalienhandschuhe aus Butylkautschuk

Butylkautschuk-Sicherheitshandschuhe sind aufgrund ihrer speziellen Konstitution (sehr schwer und dick) in gängigen Berufen eher selten zu finden. In Verbindung mit schweren Chemikalien-Schutzanzügen sind diese üblicherweise zu tragen.

Fluorkautschuk-Schutzhandschuhe

Das Tragen der robusten Sicherheitshandschuhe aus Fluorkautschuk wird bei verschiedenen Tätigkeiten als Schutzmaßnahme vorgeschrieben. Leider ist die Anschaffung solcher Handschuhe mit relativ hohen Kosten verbunden.

Chemikalienhandschuhe aus Polyvinylalkohol

Die Anwendungsmöglichkeiten von Polyvinylalkohol-Schutzhandschuhen sind nur begrenzt, da das Material der Handschuhe wasserlöslich ist.

Wissenswert: Damit die Schutzhandschuhe hohen Beanspruchungen standhalten können, ist es nicht unüblich, dass die Chemikalienhandschuhe aus einer Kombination der genannten Materialien oder aus verschiedenen Materialschichten hergestellt werden.

Achtung, bei mehrlagigen Schutzhandschuhen ist es keine Seltenheit, dass die Schweißnähte die Beweglichkeit einschränken! Gleichzeitig sind die Schweißnähte auch die Schwachstelle der Handschuhe, da diese hier am ehesten reißen.

Chemikalienhandschuhe: So lesen Sie die Piktogramme!

  • Becherglas-Piktogramm: Der Schutzindex von Chemikalienhandschuhen mit dem aufgedruckten Becherglas-Piktogramm bewegt sich zwischen der ersten und der dritten Klasse. Gleichzeitig verfügen die Handschuhe über einen Penetrationsschutz entsprechend der Vorgaben EN 374-2. Zusätzlich lässt dieses Piktogramm darauf rückschließen, dass die Schutzhandschuhe wasser- und luftdicht sind.

Wichtig: Chemikalienhandschuhe, die mit dem Becher-Piktogramm gekennzeichnet sind, können vor bestimmten Chemikalien schützen, aber nur für einen begrenzten Zeitraum. Informieren Sie sich über die Schutzmöglichkeiten der Handschuhe am besten direkt beim Hersteller.

  • Erlenmeyer-Piktogramm: Das auf den Sicherheitshandschuhen abgebildete Erlenmeyer-Piktogramm belegt, dass die Handschuhe auf ihre Schutzwirkung gegen drei Chemikalien getestet und für gut bis sehr gut befunden wurden. Welche Chemikalien das sind, kann man an den Kennbuchstaben erkennen, die nahe dem Piktogramm abgebildet sind. Achtung, mit diesem Piktogramm gekennzeichnete Sicherheitshandschuhe bieten ebenfalls nur einen begrenzten Schutz!
  • Bakterielle Kontamination: Chemikalienhandschuhe, die mit einem derartigen Piktogramm gekennzeichnet sind, bieten nicht nur Schutz vor Pilzen und Bakterien, sondern auch vor Viren.

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